Luth zitierte aus einem Brief von Landrat Ludger Weskamp (SPD), der ihn am Mittwoch erreicht habe. Die Ampel werde in der kommenden Woche angeordnet. Wann sie tatsächlich aufgestellt wird, ist noch nicht bekannt. "Wenn nichts passiert, demonstrieren wir im Frühjahr wieder", kündigte er vor mehr als einhundert Teilnehmern, darunter viele Grundschüler aus dem Ort, an.
Zwei Jahre lang habe die Verkehrsbehörde des Kreises geprüft und geplant, damit die Ampel angeordnete werden könne. So lange sei der Bereich schon als Unfallschwerpunkt bekannt, so Luth. "Es bleibt unverständlich, warum so eine bescheidene Maßnahme so viel Zeit in Anspruch nimmt", kritisierte er die lange Verfahrensdauer.
Der Sprecher der Fahrradgruppe freute sich trotzdem, dass das Ziel, durch eine Ampel einen sichereren Schulweg zu bekommen, erreicht wird. Zufrieden mit der Gesamtsitution ist er aber dennoch nicht. "Wir kämpfen weiter für sichere Radwege nach Schwante und nach Velten", sagte er. "Wenn die Lücke nach Sommerswalde geschlossen ist, können wird komplett auf Radwegen nach Hamburg fahren", so Luth. Deshalb sei die Forderung nach den Radwegen nicht nur wichtig für den Schulweg und für Menschen, die mit dem Rad zu Arbeit fahren, sondern habe auch einen tourismustischen Hintergrund. Unterstützung erhielt Luth vom Hennigsdorfer Landtagsabgeordneten Clemens Rostock (Bündnis 90/Grüne). "Wir brauchen sichere und attraktive Radwege", sagte der verkehrspolitische Sprecher seiner Fraktion.