Jahrzehnte alte Forderung
Auch Bernd Keichel-Enders, Ortsbeiratsmitglied in Freienhagen, fordert den Erhalt der Verbindung: "Der Bedarf zur Nutzung der Freienhagener Straße, die im nördlichen Teil, Malzer Weg heißt, ist und war in den anliegenden Ortsteilen schon immer sehr groß, weil diese Straße, so wie auch der Neuholländer Weg, die alte historische Verbindung nach Malz und Oranienburg ist", schreibt der Freienhagener. Die Entscheidungsträger hätten sich mit den Anwohnern aus Malz. Freienhagen und Neuholland an einen Tisch setzen müssen, sagt Keichel-Enders. Seit Jahrzehnten bemühten sich die Orte um eine Ausbesserung der Straße.
Doch die Straße sei in einem desolaten Zustand, der auch das Radfahren nicht zulasse. "Dies halten wir für einen unhaltbaren Zustand, auch deshalb, weil ja überall gefordert wird, aufs umweltschädliche Auto zu verzichten. Auch wenn man aus Lärm- und Naturschutzgründen nur beschränkt Kfz-Verkehr zulassen möchte, bleibt die Forderung nach Wiederherstellung  gefahrlos zu nutzender Straßen erhalten", schreibt Keichel-Enders in einem Brief an die Redaktion.
Bauausschuss lehnt ab
Wie berichtet, beziffert die Stadt den Ausbau der vier Kilometer langen Straße auf vier Millionen Euro. Das sei angesichts von mehr als 120 Kilometern nicht ausgebauter Straßen in Oranienburg unangemessen, sagt Baudezernent Frank Oltersdorf. Auf der Freienhagener Straße seien weniger als 100 Fahrzeuge pro Tag unterwegs gewesen. Die Straße habe keine überörtliche Bedeutung, müsste ansonsten als Kreisstraße gelten. Dann wäre die Stadt nicht mehr zuständig, so Oltersdorf. Die Verbindung sei bereits bis 1992 nur ein Wald- und Forstweg gewesen. Der Bauausschuss der Stadt lehnte den Antrag des Ortsbeirats Malz zum Straßenausbau vergangene Woche ab.