Bevor die Oranienburgerinnen am Samstagabend einen klaren Drei-Satz-Sieg in Hamburg bejubeln konnten, stand eine strapaziöse Anreise an. Nach einer fast vierstündigen Autofahrt erreichte der Tross aus der Oberhavel-Kreisstadt das "Venedig des Nordens", berichtete Natalie Steck. Das kalte und diesige Wetter sowie der späte Spielbeginn um 19 Uhr hätten die Laune bei den Spielerinnen nicht gerade nach oben getrieben. "Das herzliche Willkommen vom VT Hamburg erwärmte dem Team aus Oranienburg jedoch schnell das Herz", bemerkte die Annahme/Außen-Spielerin. Kaum gewöhnt an so viel Freundlichkeit, wurden die Oranienburgerinnen persönlich in die Kabine gebracht und eingewiesen.
Dass die CU-Arena die ehemalige Halle der Bundesliga-Volleyballerinnen ist, war laut Steck bekannt. Dass dort aber auch in der 3. Liga alles beinahe perfekt und professionell abläuft, habe die Spielerinnen sowie den Trainer des VSV Havel dann aber doch beeindruckt. Peter Schwarz warnte seine Schützlinge davor, die Hamburgerinnen (die mit nur einem Sieg aus nun 13 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz stehen) zu unterschätzen. Ziel war es vielmehr, an die Leistung vom Hinspiel (3:0) anzuknüpfen und einen ebenso deutlichen Sieg einzufahren, um den Platz im oberen Tabellendrittel zu festigen.
Das gelang. Das Team aus Oranienburg begann druckvoll und erspielte sich schnell eine Führung (14:7). "Zunehmend schlichen sich jedoch Fehler in der Annahme und Absprache ein", bedauerte Natalie Steck. Das wussten die Hansestädterinnen zu nutzten. Der Durchgang ging zwar mit 25:20 an den VSV, doch es galt, in der Folge die Fehlerquote zu reduzieren. In den Durchgängen zwei und drei (25:18, 25:15) bot sich dann aber ein ähnliches Bild. Dennoch: Wenngleich die Havelstädterinnen nicht zu ihrer gewohnten Form fanden, dominierten sie den VT Hamburg zu jeder Zeit. Steck: "So ist die Partie zwar als Arbeitssieg zu verbuchen, doch die Freude über die drei Punkte im Gepäck war natürlich trotzdem groß."
ORANIENBURG: N. Sabrowske, K. Sabrowske, Kornprobst, Hoffmeister, Henningsen, Galandi, Weiß, Zülow, Steck

So geht es für Oranienburg weiter


Mit Teams aus Berlin bekommt es der VSV Havel Oranienburg in den beiden anstehenden Spielen zu tun.

Am Sonntag geht es zum BVV. "Da wollen wir noch eine Schippe draufpacken und die Siegesserie (vier Spiele ohne Niederlage; Anm.d.Red.) auszubauen", sagt Natalie Steck.

Im nächsten Heimspiel stellt sich am Sonntag, 9. Februar, der Tabellenzweiten Rotation Prenzlauer Berg im HBI-Sportforum vor. sz