Das Kind arbeitete nach Angaben von Conrad Gimpel, stellvertretender Leiter des Schulamtes, im Raum der sechsten Klasse an seinen Aufgaben und wurde durch eine Lehrkraft beaufsichtigt, da er "Schwierigkeiten bei der Erfüllung der Lernaufgaben hat sowie sprachliche Probleme aufweist". Kurz vor dem Ende der Stunde sei er in den direkt gegenüberliegenden Raum zurückgegangen, in dem die Kinder seiner eigentlichen Klasse wegen unerwarteten Lehrkräfteausfalls mit Stillarbeit beschäftigt waren. Auf dem Weg dorthin habe er sich mit der Haube maskiert und einen Überfall vorgetäuscht. Ein Viertklässler tschetschenischer Herkunft, der zum Zeitpunkt des Vorfalls von der Toilette kam, verbündete sich mit dem Schüler, griff aber nicht ein. "Dies fand innerhalb weniger Minuten statt", so Gimpel. Eine Minute vor Unterrichtsschluss habe dann der Klassenlehrer den Raum betreten, wurde jedoch nicht mehr Zeuge des Vorfalls. Die Schüler hätten sich ihm umgehend anvertraut. "Er nahm dem Schüler die Spielzeugpistole ab und informierte die Schulleitung", sagte Gimpel. Die beiden Schüler wurden eine Woche lang vom Unterricht ausgeschlossen.
Die Schulleitung hat laut Gimpel sofort Kontakt mit den Elternvertretern der Klasse aufgenommen und zudem einen Brief an alle Eltern der Schule verfasst. Als Ergebnis eines Krisentreffens wurde für Donnerstagabend eine interne Veranstaltung in der Schule vereinbart. Ferner hat es Gespräche zwischen Schülern, Schulsozialarbeitern, mit Eltern in der Schule und in der Gemeinschaftsunterkunft gegeben. "Die Eltern des Jungen arbeiteten von Anfang an kooperativ mit der Schule zusammen und haben sich mehrmals für das Verhalten ihres Kindes entschuldigt. Es besteht bei ihnen Gesprächsbereitschaft mit betroffenen Kindern und Eltern. Sprachhürden werden mit Sprachmittlern genommen", teilte Gimpel weiter mit.

Kleinste Einrichtungin der Stadt


Die Grundschule in Borgsdorf wird von 278 Kindern besucht (Mai 2019).

Die Einrichtung ist die kleinste der vier kommunalen Grundschulen im Stadtgebiet. zeit