Drei Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe konnten sich am Dienstag über eine Spende aus Hohen Neuendorf freuen. Insgesamt 2.000 Euro übergab Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) symbolisch vor dem Rathaus.
Auf die Idee hatte ihn Hendrik Wendland, Fachbereichsleiter Soziales, gebracht. Als Apelt eine 300-Euro-Spende von einem Partner erhielt, die er gut verteilen sollte, brachte Wendland gleich die Einrichtungen ins Spiel. „Gerade zur Weihnachtszeit sind dort große Wünsche nicht möglich“, erklärte Wendland. „Wir wollten das Budget für Geschenke deshalb aufstocken.“ Symbolisch nahmen Vertreter der Einrichtungen verpackte Geschenkkartons entgegen.

30 Euro pro Kind für ein Geschenk

Insgesamt werden mit dem Geld 61 Kinder und Jugendliche bedacht. Damit bekommt jedes Kind rund 30 Euro. „Wir wollen die Kinder zu Weihnachten nicht vergessen, viele kommen auch aus unsrem Stadtgebiet“, sagte Apelt. Ein Teil des Geldes geht an den Verein Alep, der eine Wohngruppe für 51 Heranwachsende in Borgsdorf betreut. Der sozialpädagogische Leiter Uwe Radzkowski berichtete von einem schwierigem Jahr für die Jugendlichen. „Einige Kinder sind auch zu Weihnachten traurig.“
So könne ein Kind aus Karlsruhe nicht zu seinen Eltern fahren über die Feiertage. „Die Kinder freuen sich deshalb über die Spende, das kommt gut bei ihnen an.“ Er wird das Geld wohl in die Freizeitgestaltung der Kinder stecken. „Pro Jahr stehen jedem Kind maximal 300 Euro zur Verfügung. Das reicht oft nicht aus.“ Die Spende fließe zudem in EDV-Technik oder Laptops für die schulische Arbeit.

Geld fließt in digitale Ausstattung und Gruppengeschenke

Ähnlich wird Maik Bzdziuch das Geld verwenden. Er ist Einrichtungsleiter der Wohngruppe Konfetti des Evangelischen Johannesstifts. „Das Geld können wir für die digitale Ausstattung der Kinder gebrauchen“, sagte er. 16 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren betreut er derzeit. Die Wohngruppe kümmert sich mittels Erziehenden, Arbeitstrainern, Sozialarbeitern und Psychologen um Jugendliche mit Schulproblemen, Suchtverhalten und depressivem oder aggressivem Verhalten.
Die dritte Einrichtung, die sich über eine Spende freut, ist die Kinder- und Jugendwohngruppe der Kindeswohl-Berlin GmbH in Hohen Neuendorf unter der Leitung von Yvonne Schumann. Sieben Kinder zwischen drei und 14 Jahren werden hier betreut. „Ich denke an ein großes Gruppengeschenk für alle“, sagte Mitarbeiterin Gina Galler. Eine Weihnachtsfeier habe es in der Gruppe schon gegeben. „Die war schön“, sagt der elfjährige Jason, der mit zur Spendenübergabe gekommen war. Weihnachten werde er bei seinen Eltern verbringen. Alle drei Einrichtungen freuen sich übrigens jederzeit über Spenden.
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