In Oranienburg soll noch in diesem Jahr die geplante Kita Kinderland an der Walther-Bothe-Straße an den Start gehen. Das sagte Sozialdezernentin Stefanie Rose (Linke) am Donnerstag in Oranienburg.

Kita mit 70 Plätzen im Pflegeheim der OWG

Die Einrichtung mit 70 Plätzen, davon 25 im Krippenbereich, wird im Erdgeschoss des Altenpflegeheims der Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft (OWG) entstehen. Als Träger ist das Jugend- und Sozialwerk (JuS) vorgesehen, das in Oranienburg bereits die Kita „Am Schlosspark“ an der Kanalstraße betreibt. Zuvor müssen die Stadtverordneten Träger und Kita noch formal in den Kitabedarfsplan der Stadt aufnehmen. Der Sozialausschuss befasst sich mit dem Antrag bereits in der kommenden Woche. Zudem steht die Betriebserlaubnis durch das Landesjugendamt noch aus. Das zuständige Bildungsministerium in Potsdam ist in das Verfahren aber eingebunden und hat nach JuS-Auskunft bereite eine positive Stellungnahme abgegeben.

Begegnungen mit Senioren werden Alltag

Die Kita soll die erste intergenerative im Landkreis werden, Begegnungen zwischen Kindern und den in unmittelbarer Nachbarschaft lebenden Senioren zum Alltag gehören. Im Heim, das zurzeit gebaut wird, werden 84 pflegebedürftige Menschen leben. In der Weißen Stadt unterhält die OWG etwa 1.000 Wohnungen, in denen auch zahlreiche Mieter im gehobenen Alter leben.
„Das Kinderland sehen wir mit der OWG als ideale Ergänzung zum Pflegeheim, um Begegnungen zwischen älteren Menschen und Kindern zu ermöglichen. Anfragen für Lesepatenschaften sind bereits vorhanden“, erklärt das JuS im Kita-Konzept. Weitere Angebote sollen in Abstimmung mit der Leitung des Pflegeheimes und den Eltern entwickelt werden. Es sei Anliegen, der der „zunehmenden Vereinsamung von Menschen im Lebensabend entgegenzuwirken“. Die Krippenkinder sollen in der Kita in zwei geschlossenen Gruppeneinheiten betreut werden. Die größeren Kinder können in einzelnen Räumen selbstbestimmt ihre Spielaktivitäten auswählen.

Kinderrestaurant und Forschungsraum

Bei der Raumkonzeption wurden die Bedürfnisse der Senioren berücksichtigt, zum Beispiel, bei der Auswahl der Sitzgelegenheiten, erklärt JuS in der Präsentation, die dem Sozialausschuss am kommenden Dienstag vorgestellt werden soll. Vorgesehen sind zu dem Kinderrestaurant mit Kinderküche, ein Kreativbereich, ein Atelier, ein Forschungsraum, eine Lernwerkstatt der Schriftkultur mit einem großen Bücherbereich, ein Konstruktionsraum, ein Rollenspielraum mit Musikbereich und auch ein großer Bewegungsraum. Im Außenbereich ist auch eine Bühne für kleine Aufführungen vorgesehen.