Welche Tricks es gibt, sich Zahlen oder Namen besser zu merken, das erklärt Gedächtnistrainer Gregor Staub am 12. März Schülern, Lehrern und Besuchern in der Torhorst-Gesamtschule.
Er ist einer der Superstars seiner Branche und entwickelt seit vielen Jahren Lernmethoden, die im Hirn haften bleiben. Sein Rezept: Phantasie und Kreativität. „Beim Lernen muss man Verstand und Gefühl im Kopf zusammenkoppeln, dann lassen sich Informationen einfach, schnell und vor allem nachhaltig merken“, sagt Gregor Staub. In wenigen Minuten Zahlen, Namen, schwierige Formeln oder das Manuskript für den nächsten Vortrag – das Erfolgsgeheimnis seines Gedächtnistrainings sind Bilder. Bilder, mit denen das zu Lernende verknüpft wird. „Je verrückter diese Bilder sind, umso besser“, erklärt Staub.
„Wenn der Zwerg mit dem Zwerg würfelt“ heißen unter anderem Gregor Staubs Geschichten, mit denen er Schüler dazu bringt, sich problemlos Zahlenfolgen einzuprägen. „So hat meine damals sechsjährige Tochter die Zahl 767 gelernt, den Anfang einer Telefonnummer, mit Hilfe der Baumliste gemerkt“, sagt Gregor Staub.
„Dabei würfelt ein Zwerg mit einem anderem Zwerg. Der Zwerg steht dabei für die Zahl Sieben wegen der 'sieben Zwerge' und die Zahl sechs für einen Würfel mit seinen sechs Seiten. Mit Schülern einer dritten Klasse habe ich es erlebt, dass sie so innerhalb von vier Minuten eine 40-stellige Zahl lernen konnten.“
Bereits 1990 erschien der Selbstlern-Kurs „mega memory“ des Schweizers – mittlerweile ist die achte Auflage auf dem Markt. Seit knapp 20 Jahren berät Staub namhafte Firmen und Organisationen, vermittelt seine Methoden und Erfahrungen honorarfrei an Schulen und Universitäten. 1993 ist der 57-Jährige vom Magazin „Training - Das Magazin für Bildung und Personalwesen“ sogar zum Trainer des Jahres gewählt worden.
Manuela Brüssow, Schulleiterin der Torhorstschule, hat sich bereits selbst von den Techniken des studierten Betriebsökonomen überzeugen dürfen. „Auf einer Lehrerfortbildung habe ich Gregor Staub kennen gelernt. Am Anfang war ich sehr skeptisch, dachte das wäre so ein Zauberkram“, sagt Manuela Brüssow.
„Doch es dauerte keine zehn Minuten, und er hatte mich in seinen Bann gezogen. Er kann die Dinge so mitreißend und witzig weitergeben, das hat einfach Spaß gemacht.“ Manuela Brüssow will ihre Schüler mit solchen, außergewöhnlichen Veranstaltungen motivieren, ihnen neue Impulse im Lernprozess vermitteln.
Drei Trainingseinheiten wird Staub am 12. März in der Torhorstschule anbieten. „Am Morgen sind unsere Schüler an der Reihe, am Nachmittag arbeitet Gregor Staub dann mit unserem Kollegium und beim Abendvortrag sind neben Eltern auch alle Leute herzlich eingeladen, die sich für das Thema Gedächtnistraining interessieren. Dann kann sich jeder von den verblüffenden Methoden selbst ein Bild machen und austesten, ob und wie die Techniken funktionieren“, sagt Manuela Brüssow.
Lernen macht Freude: Gedächtnistrainer Gregor Staub hat damit kein Problem, und die Schüler, die er hier begeistert, offenbar auch nicht. Am 12. März kommt der Superstar der Gedächtnistrainer nach Oranienburg.