So schön eine Winterlandschaft auch sein mag, nicht selten gehen mit weißen Flocken auch Eis und damit Glätte einher. Um nicht von einem plötzlichen Wintereinbruch überrascht zu werden, wurden auf Oranienburgs Stadthof bereits Vorkehrungen getroffen. Am Dienstag hat die Stadtverwaltung nun Einblick in den Stand der Vorbereitung gegeben.

Mehr Arbeitskräfte für Winterdienst

Zur Absicherung des Winterdienstes plant der Stadthof neben dem fünfköpfigen Leitungsdienst mit einem Team von 35 Arbeitskräften. Während der Bereitschaftszeitraum bisher Mitte März endete, wird sich diesen Winter von 13. November bis 1. April um anfallende Räum- und Streuarbeiten gekümmert. Hier habe man aus der Erfahrung vergangener Jahre gelernt, erklärte Stadthof-Leiter Gerd Weidemann. Von Dezember bis einschließlich Februar sollen zudem drei Leiharbeitskräften unterstützten. Der Bereitschaftsplan unterteilt sich dabei in einen Tagesdienst von 7 bis 19 Uhr sowie einen Nachtdienst von 19 bis 7 Uhr.

Räumungsfahrzeuge mit Sicherheitsassistent

Um für die unterschiedlichsten Wetterlagen gerüstet zu sein, stehen diverse Fahrzeuge auf dem Stadthof bereit: vier Lkw mit Schiebeschild und Feuchtsalzstreuer, fünf Multicars mit Kehrbürste, Schiebeschild und Heckanbaustreuer sowie zwei Traktoren und vier Transporter für Handarbeitskräfte. Zusätzliche Sicherheit während der Streu- und Räumungsarbeiten sollen zudem ein Abbiegeassistenzsystem gewährleisten, mit dem die Lkw ausgestattet wurden.
Auch das Salzlager in der Lehnitzstraße ist gut gefüllt. Knapp 830 Tonnen Auftausalz und gut 165 Tonnen Streusand lagern dort. Streumittel, die bereits für den vergangenen Winter angeschafft, jedoch kaum gebraucht wurden, da dieser außerordentlich warm und kurz ausfiel. Neu zugekauft wurden allerdings 50 Tonnen Auftausalz zur Soleherstellung.

Arbeitsteilung für Landesstraßen

Da der Winterdienst zusätzlich zum laufendem Tagesgeschäft des Stadthofs bewerkstelligt werden muss, beauftragt die Stadtverwaltung den Landesbetrieb mit der Übernahme der Reinigungspflicht für Landesstraßen. Da die Ortsverbindungsstraßen sowieso vom Landesbetrieb betreut werden, biete sich dies an, meinte Stadthof-Leiter Weidemann. Die Abschnitte, die durch das Stadtgebiet führen, würden einfach gleich mit geräumt. Bereits in der Vergangenheit seien mit dieser Arbeitsteilung gute Erfahrungen gemacht worden.
Auch im Bereich der Grundstücks- und Gebäudewirtschaft wird teilweise so verfahren. Dort soll sich eine beauftragte Firma um den Winterdienst für 33 über das gesamte Stadtgebiet verteilte Grundstücke und zwölf Kilometer Straße kümmern.

Auch Grundstückseigentümer stehen in der Pflicht

Doch nicht allein die Stadt ist im Kampf gegen glatte Straßen und Wege in der Verantwortung. Auch Grundstückseigentümer verpflichtet die Straßenreinigungssatzung zur Schneeräumung und Glättebekämpfung auf Gehwegen. „Wir helfen und unterstützen, wo wir können. Aber in erster Linie ist jeder für sein eigen Grund und Boden verantwortlich“, betonte Bürgermeister Alexander Laesicke.
Geräumt und gestreut werden muss dabei auf einer Breite von 1,5 Meter beziehungsweise der vollständigen Breite bei schmaleren Wegen. Verwendet werden sollten dabei sogenannte abstumpfende Mittel, wie etwa Sand. Salz oder andere auftauende Mittel sind nur in Ausnahmefällen wie Eisregen oder an besonders gefährlichen Stellen gestattet.

Dienstleister nur mit Anmeldung

Der Reinigungszyklus sieht einen Winterdienst an Werktagen von 7 bis 20 Uhr sowie sonn- und feiertags von 9 bis 20 Uhr vor. Grundstückseigentümer, die die Schneeschaufel meiden möchten, können ihre Räum- und Streupflichten alternativ auch an einen Dienstleister übertragen. Dies muss jedoch bei der Stadt angemeldet werden.