Immerhin darbt das Gelände seit Jahren. Eigentlich sollte es zu einem Ferien- und Freizeitpark ausgebaut werden, doch konnten die vormaligen Eigentümer die Planungen nicht realisieren. Nun gibt es neue Hoffnung. Das Unternehmen ist sich sicher, das Gutsgelände durchaus zu einem Wohngelände mit nicht störendem Gewerbeanteil entwickeln und vermarkten zu können, eben aufgrund seiner Lage im Umfeld von Berlin. Im Grünen leben und in der Hauptstadt arbeiten, das könnte vor allem für Familien interessant sein, so eine der Überlegungen.
Vorab sind das alles nur Planungen, wie Liebenwaldes Vizebürgermeisterin Martina Schnur sagt. Doch sei für alles, was auf dem Gutsgelände gebaut werden soll, ein Bebauungsplan notwendig. Insofern sei der geplante Aufstellungsbeschluss für das Areal ein erster Schritt, um mit der Arbeit beginnen zu können, und die Mitglieder des Hammerschen Ortsbeirates hatten nichts dagegen einzuwenden. Sie empfehlen den Stadtverordneten einstimmig den Aufstellungsbeschluss.
Vorgesehen ist, die erhaltenswerte Bausubstanz weiter zu nutzen. Dazu gehören unter anderem das Gutshaus und das danebenstehende, schon teilweise sanierte Gebäude. Vorstellen können sich die Planer, dass auf der anderen Seite des Gutsgebäude ein zweites, baugleiches Haus als Pendant errichtet wird. Gespiegelt zu dem Ensemble könnten ebenfalls drei Mehrfamilienhäuser gebaut werden und damit sozusagen das Zentrum der kleinen Wohnanlage bilden. Vollstellbar wäre, das Guthaus zu einem Restaurant oder sogar Hotel zu entwickeln.
Wohnen und Gewerbe
Die noch vorhandenen Reste des ehemaligen Pferdestalls sollen durch einen zweiten Trakt nebst Verbinder ergänzt werden, um dort Wohnen und passendes Gewerbe (Atelier, Keramikwerkstatt oder anderes nicht störendes Handwerk) zu etablieren. Die anderen Gebäude werden abgetragen. Das Areal zwischen dem Gutshaus und der Kirche soll zu einem parkähnlichen Areal entwickelt werden und öffentlich zugänglich bleiben. Das gilt übrigens für das gesamte Grundstück, das damit zu einem Teil von Hammer werden soll.
Geplant ist der Bau von fünf Mehrfamilienhäusern, alle barrierefrei, und weiteren 22 Einfamilienhäusern. Die Grundstücksgröße variiert in den Planungen zwischen 500 und 1 000 Quadratmetern, wobei die Zahl der kleinen Grundstücke überwiegt.
Von der Zeitschiene her hofft der Investor darauf, dass in anderthalb Jahren der Bebauungsplan vorliegt.
Ein ehrgeiziges Ziel, das mit der Zustimmung des Ortsbeirates nun die erste Hürde im Anhörungsverfahren genommen hat. Das nächste Gremium, in dem die Planungen diskutiert werden, ist der Bauausschuss, dessen Mitglieder am 15 Juni zur Beratung zusammenkommen. Damit könnten die Mitglieder des Liebenwalder Stadtparlamentes noch im Verlauf ihrer Juni-Sitzung über das Vorhaben diskutieren und gegebenenfalls daraufhin die Aufstellung des Bebauungsplans in die Wege leiten.

Infokasten


Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel. kürzel