Auszubildende und Studierende können ab Januar 2021 in den Genuss einer einmaligen Zuwendung von 100 Euro kommen, wenn sie ihren Hauptwohnsitz in der Oberhavel-Kreis­stadt haben. Oranienburgs Stadtverordnete gaben einer Richtlinie ihre Zustimmung, die die Verwaltung vorgelegt hatte.

Vorbild ist die Universitätsstadt Greifswald

Ähnlich wie etwa in der Universitätsstadt Greifswald sollen junge Leute, die in Oranienburg ihre Ausbildung absolvieren und in der Polizeihochschule studieren, ein „Begrüßungsgeld“ beantragen können. Das stehe Oranienburg gut zu Gesicht und fördere die Identifikation der jungen Menschen mit der Stadt, selbst wenn sie hier nur bis zu drei Jahre ansässig seien, so die Argumentation von Finanzdezernent Christoph Schmidt-Jansa (CDU). Er ist davon überzeugt, dass von einem solchen Schritt auch die Stadt profitiere. Denn für jeden angemeldeten Hauptwohnsitz erhöhe sich die Schlüsselzuweisung des Landes an die Stadtkasse.

Zu wenig Geld, zu hoher Aufwand

Das sahen jedoch nicht alle Stadtverordnete so. Hauptkritikpunkte: 100 Euro seien ein zu geringer Ansatz, der Verwaltungsaufwand übersteige den tatsächlichen Nutzen und auch Datenschutz-Bedenken wurden geäußert. Acht Stadtverordnete sprachen sich also gegen die Richtlinie aus. Die große Mehrheit von 26 Kommunalpolitikern hält das „Begrüßungsgeld“ aber für gut. Nach zwei Jahren soll alles evaluiert werden.