Zum Jahresende 2007 ist das alte Luftüberwachungssystem Skyguard aus Kostengründen eingestellt und durch das "ZFÜ - Zentrale Flugüberwachung" ersetzt worden. "Die Bundeswehr verfügt derzeit über 254 militärische Flugzeuge, die alliierten Streitkräfte über 66", informierte Oberstleutnant Gerald Büchy, Einsatzleiter der mobilen zentralen Flugüberwachung der Bundeswehr. Es sei jetzt möglich, unter Nutzung von 45 militärischen und zivilen Radarstationen "faktisch jede Flugbewegung über dem Bundesgebiet mit einer vertikalen Genauigkeit von 40 Metern nahezu live zu erfassen und die Daten in einem zentralen Speichersystem drei Jahre lang aufzubewahren", so Büchy.
"Von fast drei Millionen Flugbewegungen über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland sind jedoch nur ganze zwei Prozent militärische", sagte Büchy weiter. Die Uckermark liege dabei erheblich unter dem Durchschnitt, obwohl es hier keine Flugbeschränkungen gebe, die über das Normalmaß hinausgehen. "Aber es besteht kaum eine Notwendigkeit, hier besonders viel zu fliegen."
Ganze 5000 Flugstunden dürfen bundesweit während eines Jahres im Tiefflug unter 300 Metern geflogen werden, um die Belastung der Bevölkerung gering zu halten. "Wir wollen den Kontakt zur Öffentlichkeit, weil wir uns wünschen, dass wir schnell informiert werden, wenn es Beschwerden gibt. Und weil wir wissen, dass die Bürgermeister meist die ersten sind, bei denen Beschwerden landen, informieren wir sie als Erste", begründete der Oberstleutnant seinen Prenzlauer Besuch.