Was für Sachbearbeiterin Grimmel eine erneute Einarbeitung bedeutet, bringt den Antragstellern ab dem 1. August mehr Geld. "Der Höchstsatz hat sich für Auszubilde, die bei ihren Eltern wohnen, um 20 Euro auf 212 Euro erhöht." Um 35 Euro wird der Höchstsatz für Personen aufgestockt, die nicht im elterlichen Haushalt wohnen. Das können neben den Lehrlingen auch Schüler der gymnasialen Oberschule sein, wie Silke Nagel, Amtsleiterin für Ausbildungsförderung in der Kreisverwaltung, feststellt. "Voraussetzung dafür ist, dass die Schüler dreimal in der Woche länger als zwei Stunden unterwegs sind." Das sei in der Uckermark durchaus möglich. Für die Förderung dürfen Antragsteller kein Vermögen über 5200 Euro besitzen.
Neben der sogenannten Grundsicherung und dem Mietzuschuss von maximal 72 Euro dürfen die BAföG-Bezieher künftig monatlich 400 Euro für ihren Lebensunterhalt dazuverdienen. Damit wird das Schüler-BAföG dem Studenten-BAföG angepasst. Dieses wird nicht von den Kreisämtern bearbeitet, auch wenn die Studenten in der Uckermark wohnen. Für sie sind die jeweiligen Studentenwerke an ihren Hochschulstandorten zuständig.