Eine Premiere stellte die Podiumsdiskussion dar, die sich "Hass" widmete, wie er sich in Köpfen, im Alltag und im Internet teils offen äußert. "Die Meinungsfreiheit von Rechten sollte nicht das Maß der allgemeinen Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft werden", so Daniel Golze, Stadtverordneter der Linken, der sich gegen eine Beleidigung durch einen Rathenower Rechtspopulisten mit einer Anzeige wehrt. "Hass, ob des Geschlechts, auf Grund der Hautfarbe oder einer Einschränkung führt dazu, dass sich die Angegriffenen und Bedrohten zurückziehen. Das kann es nicht sein!", so die Politikerin Anke Domscheit-Berg, die für die  Partei Die Linke im Bundestag agiert.
Neben dem Rathenower Schüler Juma Missfelder nahm auch Menschenrechtsaktivistin Irmela Mensah-Schramm an der Diskussion teil. Zu "Laut & Bunt" wurde sie mit ihrer Ausstellung "Hass vernichtet" eingeladen.
Seit beinah 35 Jahren dokumentiert die Berlinerin deutschlandweit Schmierereien mit diskriminierenden Aussagen im öffentlichen Raum. Danach versucht sie diese zu entfernen oder mit Farbe zu überstreichen. "Seit 2007 zähle ich die dokumentierten Hassbotschaften. Es sind fast 30.000 Fotos in 120 dicken Ordnern", so die Aktivistin, die für ihr Engagement auch schon Strafanzeigen in Kauf genommen hat.