Anna Marinkó kam im September 2012 mit einem Jahresstipendium an die Staatliche Vogelschutzwarte in Buckow (bei Nennhausen). "Ich habe mich schon während meines Studiums mit der Großtrappe beschäftigt und meine Bachelor- und Masterarbeit über sie geschrieben", erzählt die gebürtige Ungarin. Zwischen April und Oktober betreute sie die Aufzucht und Auswilderung des Großtrappennachwuchses in Buckow und übernahm hin und wieder Führungen zur Großtrappenbalz.
"In Ungarn gibt es rund 1.500 Großtrappen", so Anna Marinkó weiter. "Sie sind dort nicht so sehr erforscht. Durch die jahrelange Beringung der Großtrappen hier wurde sehr viel über deren Lebensweise und Verhalten gelernt." So auch über das Balzverhalten.
Seit März betreut Anna Marinkó gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Großtrappenschutz, Marcus Borchert, die Großtrappen und ihren Nachwuchs im Fiener Bruch, einem der drei noch existierenden Verbreitungsgebiete in Deutschland. Anna Marinkó bot auch im Winter individuell geführte Exkursionen an. "Bisher hatte ich Glück. Die Teilnehmer konnten jedes Mal Großtrappen beobachten. Dafür gibt es aber keine Garantie", erzählt die Expertin. "Wenn zum Beispiel gerade ein Adler die Großtrappen auf ihrem Fressplatz beunruhigt hat, kann es passieren, dass sich kein Tier zeigt."
Ihre Führungen beginnt sie mit "Trappatoni", einer Großtrappe zum Anfassen, 2016 von einer Garlitzerin gehäkelt.
Bis zum 20. Mai bieten die Natur- und Landschaftsführer und die Naturwacht des Naturparks Westhavelland und samstags auch Mitglieder des Fördervereins Großtrappen-Führungen an. Treff ist jeweils um 17.00 Uhr an der Vogelschutzschutzwarte inAnmeldungen unter 03386/211227 oder npz@nabu-westhavelland.de sind erforderlich. Freie Termine sind der 16., 17., 20., 21., 23. und 30. April sowie der 1., 5., 7., 12., 14. und 20. Mai.