Mundry holte den mit 1.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Landwirtschaft. Sie habe mit ihrem Unternehmen Tierhaltung transparent gemacht und hole damit das Vertrauen des Verbrauchers in die Landwirtschaft zurück, hieß es in der Laudatio. Das Fleisch von der Havelländer Weide kann bei der Schwarzen Kuh im sogenannten "Rinderleasing" erworben werden. Mehr Infos auf https://schwarze-kuh.farm.
Der Preis im Tourismus-Sektor ging nach Stölln. Der dortige Otto-Lilienthal-Verein Stölln wurde für sein langjähriges Engagement um das Andenken von Flugpionier Otto Lilienthal ausgezeichnet. Museum, Gedenkstätte, Tradition, Moderne, Mythos und nicht zuletzt die Iljuschin (IL) 62, das Flugzeug wird liebevoll Lady Agnes genannt, locken jedes Jahr tausende Besucher nach Stölln und zum Gollenberg. Auch das stärkt den Wirtschaftsstandort Havelland. Am 26. Oktober ist übrigens Landefest. Gefeiert wird die am 23. Oktober 1989 erfolgte Landung der IL-62. Das liegt dann 30 Jahre zurück.
Ebenso aus dem Westhavelland stammt der Preisträger bei den Unternehmen mit mehr als fünfzig Beschäftigten. Hier wurde die IKV-Innovative Kunststoffveredlungs GmbH aus Premnitz geehrt. Das 2009 gegründete Unternehmen stellt zum Beispiel Farb-Granulat her. Den Preis erhielt das Unternehmen für die Schaffung und Sicherung attraktiver Arbeitsplätze in der Region, welche zur Standortattraktivität beitragen, so Landrat Roger Lewandowski (CDU) in seiner Laudatio. Ebenso soll damit gesellschaftliches Engagement des Unternehmens gewürdigt werden.
Die Wirtschaft im Kreis weiter stärken, das soll auch der Wirtschaftsförderpreis. Die wirtschaftliche Entwicklung beschrieb der Landrat als positiv, ganz besonders mit Blick auf das vergangene Jahr. Bisher sieht er keine Anzeichen für eine wirtschaftliche Eintrübung. Er hob die Entwicklung am Bahn-Technologie-Campus heraus, die wirtschaftlichen Unternehmen der Städte Premnitz und Rathenow, welche die Standorte stärken. Das Güterverkehrszentrum in Wustermark ist vollständig vermarktet, sagte Lewandowski. Er warb für ein moderates Wachstum in der Region. Und er merkte bei der Gelegenheit an, dass: "das Havelland bei den Durchschnittslöhnen nicht ganz vorn liegt."
Weiterhin klagen viele Unternehmen über einen Mangel an Fachkräften. Und zunehmend fehlen auch Kräfte für einfache Hilfstätigkeiten, sagte der Landrat. Unternehmen müssten fair und gut bezahlen und flexible Arbeitszeitmodelle anbieten.