Schon vor Wochen machte Corrado Gursch auf Nachfrage kein Hehl daraus, dass er für die CDU zur Bürgermeisterwahl am 6. März 2022 bewerben möchte. Nun hat ihn der Rathenower Stadtverband der Christdemokraten offiziell und einstimmig zu ihrem Kandidaten gewählt. Das erfolgte am Mittwochabend im Havelrestaurant Schwedendamm. Auch Bürgermeister und Parteifreund Ronald Seeger gab seine Stimme ab.

Aktivposten bei der CDU in Rathenow und im Havelland

Aktuell gibt es keinen Christdemokraten in der Stadt, der annähernd so bekannt und aktiv ist wie Corrado Gursch. Im heimatlichen  Steckelsdorf agiert er als Ortsvorsteher. Zudem ist er Mitglied und Vorsitzender der Rathenower Stadtverordnetenversammlung. Im havelländischen Kreistag ist Gursch der Chef der gemeinsamen Fraktion von CDU, Bauern und LWN. Im Hauptberuf leitet er das Berliner Büro des Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler (CDU).

2004 dem Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) beigetreten

2011 war der aktuelle Bürgermeisterkandidat in die CDU eingetreten. Am Anfang seiner politischen Vita steht aber die Mitgliedschaft im Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) der Stadt. Diesem war er 2004 beigetreten. Sein Studium der Betriebswirtschaftslehre („Allgemeines Management“) schloss Gursch 2014  mit der Bachelor-Arbeit „Empirische Untersuchung zur Zufriedenheit der Mitarbeiter in der Stadtverwaltung Rathenow“ ab.

Gursch will Stadtteilbeiräte ins Leben rufen

„Ich freue mich auf den Wahlkampf mit Euch und werde mich voll reinwerfen. Alle Bürger, alle Generationen mitzunehmen ist mir wichtig“, so Corrado Gursch gegenüber den Parteifreunden am Mittwoch. In Anlehnung an bisherige regelmäßige Zusammenkünfte des Bürgermeisters mit den Ortsvorstehern will Gursch im Falle eines Wahlerfolgs Stadtteilbeiräte ins Leben rufen, um auf die Erfahrungen vor Ort zurückgreifen zu können. Was seiner Meinung nach auch den Zusammenhalt mit der Kernstadt stärken würde.
 „Die Investitionen in Bildung und Feuerwehren und Infrastrukturmaßnahmen müssen weitergeführt werden. Ein wichtiges Thema ist die Versorgung der Stadt mit Hausärzten. Das werde ich zur Chefsache machen“, kündigte Gursch an.