"Nachdem eine Förderanfrage für einen mehrsitzigen Kinderwagen durch Tagesmutti Hübener an die Gemeinde negativ beschieden werden musste, suchte ich – auch erfolglos – nach möglicher Unterstützung", so Felix Menzel (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Milower Land. Die Bürgerstiftung konnte dafür gewonnen werden. Die Gemeinde bezuschusste letztlich die Anschaffung des 450 Euro teuren Kinderwagens.
"Als ich die Ausschreibung des Jugendamts beim Landkreis für Kinderpflegeeinrichtungen las, bewarb ich mich", so die gelernte Textilreinigungsfacharbeiterin. "Nach der nötigen Qualifizierung – Grundkurs und weitere 160 Stunden Qualifizierung mit Abschlusszertifikat – eröffnete ich nach Umbau im unteren Bereich unseres Einfamilienhauses die Kindertagespflege."
Jährliche Weiterbildungen und Kontrollen durch das Jugendamt sollen die Qualität der Kindertagespflege sichern. "Die rechtlichen Rahmenbedingungen auf vielen Gebieten sind für Tagesmütter noch ungenügend", so Christina Kindt. "So waren und sind Bedingungen wie die fehlende Krankengeldabsicherung bis 2011 sowie die immer noch unzureichende Altersabsicherung kein guter Start für junge Tagesmuttis."
Petra Hübener hatte die frühere Erzieherin der Rathenower Kita "Olga Benario" während gemeinsamer Weiterbildungen kennengelernt. 2004 bis 2015 betreute Christina Kindt als Tagesmutti in Gräningen selbst bis zu fünf Kinder und unterstützt immer wieder ihre Freundin.
Im Milower Land werden in den beiden kommunalen Kitas (Großwudicke und Milow) insgesamt 242 Kinder betreut. Die in Trägerschaft des Brücke e.V. befindliche Kita in Bahnitz betreut 23 Kinder. Zuletzt seien in der Gemeinde insgesamt 120 zusätzliche Kita- und Hortplätze geschaffen worden, so der Bürgermeister. Noch in diesem Jahr wolle man mit der Bauantragstellung den Weg für einen Milower Krippenneubau mit 60 Betreuungsplätzen frei machen. Denn Milow werde durch die Errichtung von Einfamilienhäusern durch junge Familien im Erschließungsgebiet Springberg jünger, so Menzel.