Zusagen für ein Impfzentrum in Falkensee und eine  Impfstelle in Rathenow sowie drei Hausärzte, die am Modellprojekt in Brandenburg beteiligt sind: Für die Landtagsabgeordnete Katja Poschmann (SPD) ist das längst nicht genug.
Mit der Einrichtung einer stationären Impfstelle in Rathenow würden die Bürger im westlichen Havelland weitere Anlaufstellen erhalten, um sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. In Kombination mit dem einzurichtenden Impfzentrum Falkensee stünden jetzt die zwei ersten großen Impfmöglichkeiten zur Verfügung, erläutert die aus Premnitz stammende Politikerin. Ergänzt werde das Impfangebot in Brandenburg durch zunächst 50 impfende Hausärzte, darunter je einer in Rathenow, Premnitz und Nauen.

Ideen aus der Gemeinde Milower Land und der Stadt Premnitz

Katja Poschmann macht darauf aufmerksam, dass es noch weitere praxistaugliche Möglichkeiten für dezentrale Impfungen gibt.      So habe der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) sich bereit erklärt, örtliche Impftage zu organisieren. In der Gemeinde Milower Land habe Bürgermeister Felix Menzel (SPD) gemeinsam mit der ansässigen Ärztin Dr. med. Elisabeth Rantzsch ein Konzept zum dezentralen Impfen erstellt.

Verlust von Zeit und Akzeptanz

 „Ich finde es schade, dass solche guten Ansätze bislang nur zögernd oder gar nicht an den Start gehen können. Hier verlieren wir nicht nur Zeit die Impfziele zu erreichen, sondern auch die Akzeptanz und das Verständnis der Bevölkerung. Für mich ist klar, dass es in diesem beschaulichen Tempo nicht weitergehen kann“, kritisiert die Landtagsabgeordnete. Ferner sagt sie: „Wir benötigen dringend den Übergang in die nächste Phase der nationalen Impfstrategie und die Einbindung aller routinemäßig impfenden Haus- und Fachärzte. Die weiteren Planungen müssen schon jetzt vorangetrieben werden, um bei ausreichender Verfügbarkeit von Impfdosen schnell Fahrt aufnehmen zu können.“
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