Wie bereits im Corona-Frühling 2020 wird es auch diesmal kein Mühlenfest in Bamme im westlichen Havelland geben. In den Jahren zuvor wurde immer am Pfingstmontag gefeiert. Denn an diesem ist traditionell Deutscher Mühlentag.

2021 praktisch abgehakt

Der aktuell 44 Mitglieder zählende Förderverein der wohl ältesten Bockwindmühle im Land Brandenburg hat das zweite Corona-Jahr praktisch  abgehakt. „Wir hoffen auf 2022“, so Vereinsvorsitzende Cornelia Großmann. Alle Planungen seien über den Haufen geworfen.

Mühlenstandort seit 1334 belegt

Die Bockwindmühle, ihr Standort ist seit 1334 urkundlich belegt, ist im Grunde seit zwei Jahren wieder voll funktionstüchtig. Durch den namengebenden Bock, auf dem die Mühle ruht, lassen sich die Ruten in den Wind drehen. Bei Gründung des Vereins vor etwa elf Jahren fehlten die Ruten (umgangssprachlich Flügel). Die Mühle saß fest und ließ sich nicht bewegen.

Noch kein Getreide gemahlen

Laut Cornelia Großmann habe man im Verein längst mal probeweise Mehl herstellen wollen. Wegen der Corona-Eníndämmungsmaßnahmen ist das aktuell weiter nicht möglich. Indessen könnte eine Idee womöglich bald in die Tat umgesetzt sein: Der Verein benötigt zur touristischen Vermarktung der Bockwindmühle auch etwas Strom. Hierfür ist die Verlegung einer Leitung vom knapp 200 Meter entfernten Gemeindehaus angedacht. Im Idealfall kann schon auf dem Mühlenfest 2022 der Kaffee vor Ort gekocht werden.