Kommando zurück! - Die vom Bund geplante Osterruhe ab Gründonnerstag, 1. April 2021, ist vom Tisch.  Auch den Einzelhändlern in Rathenow kommt diese Kehrtwendung entgegen. Doch die Verunsicherung bleibt.
  „Es ist gerade nichts planbar“, so Diana Friedrich, Inhaberin des Modeladens D5 im City-Center. „An jedem Tag gibt es eine andere Entscheidung über das weitere Vorgehen. Man kann nichts mehr im Voraus planen. Brauche ich neue Ware oder nicht? Muss ich wieder schließen?“ 

Trotz Hygienekonzepten immer wieder die Leidtragenden

Indessen meint Simone Behrendt, Inhaberin des Juweliergeschäfts Schmuck Behrendt: „Trotz allem Impfen und Testen sind wir als Einzelhändler die Leidtragenden, die ein gutes Hygienekonzept vorweisen können und trotzdem immer wieder einstecken müssen.“ Diese Meinung teilt auch Petra Sandbrink, Inhaberin des gleichnamigen Modehauses. Das Mitglied im Präsidium des Handelsverbands Berlin-Brandenburg sagt: „Wir haben hier in Rathenow nie mit einer hohen Kundenfrequenz Probleme, es gibt keine Warteschlangen oder Gedränge. Somit geht man als Einzelhändler unverschuldet in eine wirtschaftliche Krise, denn wir haben fast nichts mit dem Infektionsgeschehen zu tun.“

Kundschaft ebenso verunsichert

Ein weiteres Problem stellt auch momentan die Verunsicherung der Kunden dar. „Bei dem ganzen Hin und Her bei den Maßnahmen und Entscheidungen wissen die Kunden nicht mehr, wer offen hat oder was zu beachten ist“, sagt Antje Wendt, Inhaberin des Modehaus Wendt. Somit würden Umsätze auch dadurch wegbrechen, indem viele Leute einfach zu Hause bleiben würden, weil sie nicht wüssten, welche Regelungen momentan gelten.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.