Es ist Advent: Eine 15 Meter hohe Edeltanne leuchtet vom Märkischen Platz her die Weihnachtszeit in Rathenow ein. Die Berliner Straße ist geschmückt. Die Innenstadt setzt also auch in Corona-Zeiten und ohne den abgesagten Weihnachtsmarkt Akzente. Zudem erstrahlen an den Abenden ab Montag, 7. Dezember, verschiedene Gebäude entlang der City-Magistrale in bunten Farben.

„Rathenow aus Licht“ ab kommender Woche

„Rathenow aus Licht“, so heißt die Aktion, die in den Vorjahren nur ein eintägiges  optisches Vergnügen bot. Sie habe aber unter anderem mit Open-Air-Modenschau im Lichterschein stets viele Leute in die City gelockt, so Einzelhändlerin Petra Sandbrink. Gemeinsam mit der lokalen Firma Soundspower habe man nach einer Möglichkeit gesucht, „Rathenow aus Licht“ den Corona-Bedingungen anzupassen. Das Ergebnis: Die Illuminationen erfolgen 2020 bis Weihnachten. Dabei werden neun Gebäude abends, jeweils bis 20.00 Uhr, in farbiges Licht getaucht.

Auch Laser kommen zum Einsatz

„Zusätzlich projizieren Laser animierte Weihnachtsmotive auf die Fassaden“, schildert Philipp Günther von Soundspower das Konzept. „Einbezogen werden auch wieder das Kulturzentrum, das City-Center, das KWR-Verwaltungsgebäude, die Volksbank, der Baum des Lebens sowie zwei Wohn- und Geschäftshäuser in der Berliner Straße.“

Diesmal keine verkaufsoffenen Sonntage

Da verkaufsoffene Sonntage nur gekoppelt mit besonderen Veranstaltungen wie einem Weihnachtsmarkt stattfinden können, entfallen Advents-Shopping-Sonntage auch in Rathenow. „Viele Geschäfte in der Innenstadt laden aber an den Adventssamstagen von 9.00 bis 18.00 Uhr zum entspannten Bummeln und zum Weihnachtseinkauf ein. Die Ladeninhaber tun mit ihren Hygienekonzepten alles Machbare, um den Kunden ihren Einkauf so sicher wie möglich zu gestalten“, betont Petra Sandbrink, die im Ehrenamt im Präsidium des Handelsverbands Berlin-Brandenburg (HBB) agiert. „In der Adventszeit bieten einige Einzelhändler Rabatte, wie auf die aktuelle Wintermode und besonderen Service. So können Kunden zum Beispiel eine Auswahl von Bekleidungsstücken mit nach Hause nehmen und dort in Ruhe anprobieren.“

Modehaus mit 400 qm Ladenfläche

Vor einigen Tagen wurden die Corona-Maßnahmen  verschärft, davon betroffen ist auch der Einzelhandel. In Geschäften bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ist die Zahl der Kunden auf einen pro zehn Quadratmeter begrenzt. In der Rathenower City spielt das keine große Rolle. Das größte Non-Food-Geschäft ist hier das zweietagige Modehaus Sandbrink mit 400 qm Ladenfläche. Wenn sich dort ein halbes Dutzend Kunden gleichzeitig befinden sollte, ist das schon viel. Gedränge wie in Berliner Malls gebe es in Rathenows Mitte praktisch nie, so Petra Sandbrink.

Kein verkaufsoffener Sonntag


Laut Brandenburger Ladenöffnungsgesetz ist ein besonderer Anlass Voraussetzung für einen verkaufsoffenen Sonntag, wie er für den 6. Dezember in Rathenow geplant war. Ein solcher Anlass wäre der Weihnachtsmarkt gewesen. Dieser ist aber der seit 1. Dezember im Land geltenden  Corona-Eindämmungsverordnung zum Opfer gefallen. (rez)