Der Rathenower Ortsteil Steckelsdorf wurde vor 685 Jahren erstmals erwähnt. Die zu dem Anlass geplante Party fiel wegen Corona aus. Eine kleine Gelegenheit zum Feiern gab es nun trotzdem in der Dorfmitte. Mit rund 65 Menschen weihte der Heimatverein die „Hörstelle Steckelsdorf“,  an der es auf Knopfdruck Geschichte(n) und Lieder aus dem Ort gibt.

Idee aus Australien mitgebracht

Die durch Schaukästen flankierte Hörstelle ist zum Teil durch das Steckelsdorfer Erzählkaffee inspiriert. Das ist ein Treff, bei dem ältere Leute aus früheren Zeiten berichten  oder einfach nur aus ihrer Kindheit. Wie die Vereinsvorsitzende, Michaela Kierschnicki, erzählte, hätte indes Vereinsfreundin Simone Lenzen die Idee zur Hörstelle aus einem Museum in Australien mitgebracht. Seit März 2019 wurde das Projekt mit Hilfe von Unternehmen und Einwohnern in die Tat umgesetzt. Das Gesamtkosten beliefen sich auf 11.000 Euro. Mit 3.000 Euro wurde das Projekt aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

Steckelsdorf macht mit im Kreiswettbewerb

„Die Umsetzung ist genial gelungen und so vielleicht einmalig in Deutschland. Ich bin stolz auf unsere Steckelsdorfer“, so Ortsvorsteher Corrado Gursch, der auch der Stadt dankte, die das kleine Grundstück am Havelland-Radweg zur Verfügung stellte. Womöglich kann der Rathenower Ortsteil mit dem Projekt sogar punkten, wenn 2021 Juroren kommen. Steckelsdorf macht mit im havelländischen Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, der 2020 gestartet werden sollte, was aber wegen Corona ins nächste Jahr verschoben wurde.