Rakka-Akka, was ist das denn? Es handelt sich um den Namen des einzigen und nun komplett neugestalteten Spielplatzes im Dorf Nennhausen. Projektstart war im Mai. Beteiligt waren rund 60 Nennhausener. Kürzlich wurde der Rakka Akka vom TÜV abgenommen, was danach gefeiert wurde. 
„Wir haben lange nach einem Namen für den Spielplatz gesucht und auch im Internet gesucht“, so Jörg Richter, der als Holzbildhauer die neuen Spielgeräte gestaltete. „Dann fanden wir die Begriffe Racker, für kleine Kinder, und Acker‘ Diese zwei Wörter haben wird von kleinen Kindern so aufschreiben lassen, wie sie denken, dass es richtig sei.“

Nur Holz aus der Region verwendet

So entstand der originelle Name Rakka-Akka, der auf einem Schild über  Holztor zum Spielplatz prangt. Geboten werden zwei verschiedene Schaukeln, ein weiträumiger Balancierpfad, ein Kletterbaum, ein Sandkasten – alles gefertigt aus Holzstämmen der Region. Auch zwei neue Sitzbänke gestaltete Jörg Richter.
Ursprünglich ging es nur um eine Schaukel, die die Geräte auf dem vormaligen, oft verwaisten Spielplatz ergänzen sollte. Da standen ein Piratenschiff, eine Wippe und ein Wackeltier. Das kleine Projekt wuchs zur großen Initiative. Mit Fördermittel gab es im Rahmen des Programms „Kleine lokale Initiativen“ der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Havelland.

Landwirte stellten schwere Technik zur Verfügung

„Wir hatten so viel Hilfe. Nennhausener, die nicht mitarbeiten konnten, unterstützten uns zu den Arbeitseinsätzen mit Kaffee, Kuchen und Getränken. Die Landwirte stellten uns ihre schwere Technik zur Verfügung. Jörgs Vorstellungen umzusetzen, hat Spaß gemacht. Und während der Einsätze sind neue Freundschaften entstanden“, freute sich Adrian Huxdorf während der Eröffnungsfeier. Die beteiligten Nennhausener erbrachten Eigenleistung von insgesamt mehr als 800 Arbeitsstunden.
Seit TÜV-Abnahme wurde der Spielplatz durch die Kinder bereits angenommen. Im Rahmen des Sportunterrichts wurde auch bereits der Balancierpfad genutzt. In der benachbarten Fouqué-Grundschule lernen 240 Kinder, und auch die 67 Kinder der Nennhausener Kita können den Spielplatz  nutzen. „Ich finde vor allem den Kletterbaum toll“, so die achtjährige Eva. Mit ihr tobten zur Premiere etwa 30 weitere Kinder. Versorgt wurde der Nachwuchs durch eine Popcornmaschine. Zudem wurden Kuchen gebacken.  Die Feuerwehr grillte Bratwürste.

Pflanzen für weitere Gestaltung benötigt

„Im nächsten Jahr wollen wir den Spielplatz noch erweitern und mit ein paar Pflanzen gestalten“, erzählte Evas Mutter Yvonne Lindemann. Ein Förderantrag dazu sei bereits gestellt. Wer indes die Nennhausener Rakka-Akka-Spielplatzinitiative mit Pflanzenspenden wie Stauden und Kräutern unterstützen möchte, melde sich telefonisch unter 033878/60696.