Auch Bahnhofsgebäude entstanden in dieser Zeit. In wie fern ein Teil dieser Bahntrasse bereits für Truppentransporte nach Frankreich im Krieg der Jahre 1870 und 1871 genutzt wurde, ist nicht sicher zu benennen. Es gibt lediglich Zahlen (u.a. Heimatkalender 2002, S.42) die besagen, dass über damalige Bahnverbindungen in Deutschland binnen zwei Wochen fast 400.000 Bewaffnete blitzschnell an die Front gelangten.  War hier der Faktor Zeit kriegsentscheidend? Der Norddeutsche Bund unter Preußens Führung gewann letztlich das Blutvergießen, und andere Staaten wie Baden, Bayern, Hessen und Würtemberg hatten sich sich dem Bund angeschlossen. Durch den Bau neuer Eisenbahnlinien wurde auch die Gründung des Deutschen Kaiserreiches (1. Januar 1871) offenkundig forciert.
Offiziell wurde die durch das Havelland führende Bahnstrecke zwischen der Reichshauptstadt Berlin und dem hannoverschen Lehrte am 1. November 1871 für Züge frei gegeben. Zunächst für den Güterverkehr und einen Monat später auch für Personenbeförderung. Bahnhöfe wie der in Buschow trugen den Bedürfnissen der damaligen Zeit in vollem Umfang Rechnung. Warteräume, Lagerhallen, Abstellräume und gastronomische Bereiche gehörten zum Standard. Heute sind Bahnhofsgebäude nicht mehr effizient, viele wurden deshalb abgerissen. Andere dienen Wohnzwecken oder sind - wie in Buschow - als Firmensitz gut genutzt. So bleibt ein Stück dortiger Eisenbahngeschichte  der Nachwelt erhalten.

einst und jetzt