Chronist Jürgen Mai beschreibt im Buch "Premnitz-Döberitz-Mögelin/Ein historischer Streifzug" das Wachsen des Schiesswollbetriebs und die vielschichtigen anderen Bauvorhaben detailliert.  Was hier einst in Premnitz regelrecht aus dem Boden gestampft wurde, ist mehr als bemerkenswert. So entstand zwischen 1915/16 beispielsweise der markante Wasserturm auf dem Werksgelände (jetzt im Besitz der Baufirma Rampf),  im südlichen- und östlichen Ortsterrain wurden Wohnhäuser und Versorgungseinrichtungen gebaut. Im Zuge weniger Jahre errichtete die Firma neben speziellen betrieblichen Anlagen auch das imposante Verwaltungsgebäude und eine Werkskantine. Inmitten der soganannten Arbeiterkolonie entstand sogar ein Kaufhaus, in dem ab 1974  die Stadtverwaltung für viele Jahre ihren Sitz hatte. Premnitz platzte damals aus allen Nähten, weil  bereits bis Mitte 1918 mehr als 5.100 Beschäftigte dort in Lohn und Brot standen.

einst und jetzt