Erstmals hatten sich Rathenower am bundesweiten „Stadtradeln“ beteiligt. Auch die „Kidical Mass“ genannte Fahrrad-Demo zeigt, dass Radfahren in der Kreisstadt immer populärer wird. Wie es um die Infrastruktur bestellt ist, kann online bewertet werden.
Seit 2012 fragt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) alle zwei Jahre, wie Einwohner ihre Kommune beurteilen. Derzeit läuft die Online-Unfrage zum aktuellen ADFC-Fahrradklima-Test. Binnen zehn Minuten können „Alltagsexperten“ knapp 30 Fragen beantworten. Aus einem Benotungssystem ergibt sich dann eine Bewertung im Vergleich zu anderen deutschen Kommunen.

Gesamtnote 3,7 für Rathenow durch Radfahrer

Bei der Befragung vor zwei Jahren beteiligten erstmals Rathenower. Die 141 Radfahrer gaben ihrer Stadt die durchschnittliche Gesamtnote 3,7. Damit liegt die havelländische Kreisstadt - in der Kategorie  20.000 bis 50.000 Einwohner - auf Platz 94 unter 311 bundesdeutschen Kommunen. Im Land Brandenburg landete Rathenow auf Platz 8 von 17 Kommunen, die in der Größenklasse bewertet wurden.

Gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums

Als  eine Stärke der hiesigen Radinfrastruktur wurde die Erreichbarkeit des Stadtzentrums genannt.  Eine Schwäche sind Konfliktsituationen, in die Fahrradfahrer mit Kfz gelangen können. Eine zusätzliche ADFC-Frage zur Familienfreundlichkeit lautete: Kann man selbst Kinder im Grundschulalter (bis 4. Klasse) ohne schlechtes Gewissen allein Rad fahren lassen? Für Rathenow wurde hier die Gesamtnote 4,5 vergeben.
Die komplette Auswertung ist online auf fahrradklima-test.adfc.de zu finden. Indessen läuft noch bis 30. November die aktuelle Befragung.