Fast schon 20 Jahre nutzen die Böhner ihren Dorfplatz hinter dem Gemeinschaftshaus, das auch den Feuerwehrleuten des Ortes Raum für sich und ihre Technik bietet. Hier feiern die Einwohner dieses kreisstädtischen Ortsteils ihre Feste, wie das Osterfeuer oder das Maibaumaufstellen in wenigen Tagen, ihr Sommerfest, Herbstfeste wie das Oktoberfeuer zum Einheitstag, das Kindergartensportfest, aber auch anlässlich des Weihnachtsbaum-Verbrennens. Die Feuerwehr nutzt den großzügigen Platz hinter dem Haus zudem für verschiedene Wettkämpfe. Die Räume des Gemeinschaftshauses werden auch zu geselligen und privaten Anlässen vermietet. "Für Kindergeburtstage wurde das Haus mit seinem Platz schon gemietet, weil hier die Kinder spielen können. Straßen sind weit weg", sagt Stefanie Lück, Einwohnerin und Mutter in Böhne.
Eines allein fehlte an dem Platz - Spielgeräte. 30 Jahre gab es solche nicht mehr in dem kleinen Ort. "Am Kindergarten gab es zu DDR-Zeiten einen Spielplatz. Seither nicht mehr", erinnert sich Ortsvorsteher Jörg Haake. Etwas mehr als ein Jahr ist vergangen, seit die Eltern der mehr als 40 Kinder zwischen 0 und 16 Jahren den Wunsch äußerten, wieder einen Spielplatz im Ort zu haben. "Man hat sich gar nicht gesehen. Jetzt ist ein Treffpunkt für Eltern und Kinder entstanden", freut sich Lück.
Ein Multifunktionsspielgerät, das einem Havelboot nachempfunden ist, hat seinen Hafen unweit des sanften Flusses gefunden. Es lädt zum Rutschen, Klettern und natürlich zum Entern ein. Daneben finden Jungen und Mädchen zwei Schaukeln, ein Wipptier und einen Sandkasten. Die Eltern können sich auf zwei Bänken ausruhen. Dazwischen steht eine Kiste, in der Spiel- und Buddelzeug untergebracht ist. "Füllmaterial" für diese Kiste, sprich Eimer und Schaufeln, hat die Stadt ebenso gesponsert wie ein Spielzeugladen aus Premnitz.
Seit Ende Dezember konnte der neue Spielplatz schon ausgiebig ausprobiert werden. Mit dem Frühlingsfest sollte er nun gebührend eingeweiht werden.