Christian Gliesche ist Feuerwehrmann, genauer gesagt ist er stellvertretender Wehrführer in Friesack. Sein Arbeitgeber ist der Landkreis Havelland, der seit 2015 in der Fliederstadt das Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ) aufbaut. Rund 13 Millionen Euro flossen bislang ins FTZ-Projekt. Mit Fertigstellung des Hauses III im ersten Quartal 2021 ist Christian Gliesche als dortiger Atemschutzgerätewart tätig. Die Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr war ein wichtiges Einstellungskriterium.

Masken und Sauerstoffflaschen reinigen und prüfen lassen

Im Haus III ist eine Atemschutzwerkstatt integriert. Alle Feuerwehren im Landkreis können dort, sofern eigene Möglichkeiten fehlen, ihre Atemschutztechnik in versierte Hände geben. Praktisch nach jedem Einsatz, in dem etwa Masken und Sauerstoffflaschen genutzt wurden, müssen diese für die nächsten Aufgaben vorbereitet, sprich gründlich gereinigt und geprüft werden. Dazu sind die Feuerwehren verpflichtet. Die gebotene Dienstleistung im FTZ kostet sie nichts.
Dadurch, dass die Angestellten in der Atemschutzwerkstatt selbst Feuerwehrleute sind, ist mit hervorragender Erledigung anstehender Arbeiten zu rechnen. Das Aufkommen an Masken und Flaschen richtet sich freilich nach dem Einsatzgeschehen im Landkreis.

Kollegen in der Werkstatt: zwei Feuerwehrleute aus Friesack, einer aus Rhinow

Christian Gliesche hat zwei Kollegen in der Werkstatt, auch sie sind bei Freiwilligen Feuerwehren engagiert. Ein Kollege gehört ebenso der Friesacker Wehr an, der andere der Wehr der Nachbarstadt. Der Weg nach Rhinow wäre im Einsatzfall freilich zu weit. Dieser Feuerwehrmann unterstützt daher die Friesacker Kameraden.
FTZ-Leiter Sebastian Lodwig spricht von einem gelungenen Joint Venture. Wenn also in Friesack Alarm ausgelöst wird, bleibt kein Mitarbeiter in der Werkstatt. Und so soll es sein!