Die erste Loge der Havelregion entstand 1779 in Brandenburg an der Havel. Sie erhielt den Namen "Friedrich zur Tugend". Erst 1817 kam es in Rathenow zur Gründung der Loge "Zur Treue und Stärke". Letztere Jahreszahl ist durch ein 1818 herausgegebenes Freimaurerlexikon belegt, das unter dem Stichwort "Rathenow" den 18. Januar als den Tag ausgibt, an dem die Loge konstituiert wurde.
Voraussetzung für die Gründungen war freilich, dass es in beiden  Havelstädten bereits Freimaurer aus anderen Logen gab. Unbekannt, wer 1817 den elitären Verein in Rathenow aus der Taufe hob. Bekannt aber ist, dass ein beim Leibkürassierregiment Nr. 3 in Rathenow stehender Offizier um Aufnahme in die neue Brandenburger Loge gebeten hatte. So geht es aus dem Buch "Die Freimaurer im Alten Preußen 1738-1806 - Die Logen zwischen mittlerer Oder und Niederrhein Teil 1" hervor, 2007 veröffentlicht von Karlheinz Gerlach.
Demnach hatte Karl Gottlob Friedrich Freiherr von Heugel gute soziale Referenzen vorzuweisen und wurde 1792 aufgenommen. Der Chef der Loge, der sogenannte Meister vom Stuhl, habe, so schreibt Gerlach in seinem Buch, in diesem Kandidaten einen denkenden Mann und gebildeten Geist kennen gelernt und habe "auch bei eingezogenen Nachrichten vorteilhafte Beschreibungen von ihm gehört". Die Loge "Friedrich zur Tugend" hatte zu der Zeit wohl bereits rund 25 Mitglieder.
Die Brandenburger Loge durchlebte offenbar einige Höhen und Tiefen, wie es heutigen Tags manch Kleingartenverein erlebt. Viele Details werden im Buch genannt. Rathenow spielt keine Rolle, da die hiesige Loge erst nach dem von Gerlach betrachteten Zeitraum entstand.
Die 1817 eröffnete Loge "Zur Treue und Stärke" existierte nur etwa sieben Jahre. Jahrzehnte später fasste die Freimaurerei erneut Fuß in Rathenow. Darüber berichtete Peter Dietze, Vorsitzender des Fördervereins Heimatmuseum, im Rathenower Heimatkalender des Jahres 2016. Die Motive, die zu dieser Gründung führten, sind  überliefert. Laut Dietze geht die Initiative auf den damaligen Bürgermeister Karl Große zurück. Gründungsdatum ist der 10. Oktober 1862, nun lautete der Name: "Friedrich Wilhelm zur Treue und Wahrheit Rathenow".
Im nationalsozialistischen Dritten Reich gingen überall die freimaurerischen Lichter aus. Wie Peter Dietze schrieb, erfolgte die Selbstauflösung der Rathenower Bruderschaft Anfang 1934. Auch in Brandenburg an der Havel wurde die Loge geschlossen. Zu DDR-Zeiten gab es ebenso keine Freimaurerei. In der BRD hatte sie sich längst wieder entwickeln können. Die Wende 1989 machte das nun auch im Osten Deutschlands möglich. Im Gegensatz zu Rathenow ist die Freimaurerei in Brandenburg/Havel seit den 1990er Jahren wieder aktiv, längst mit eigener Online-Präsenz. Die Loge "Friedrich zur Tugend" ist auf http://freimaurer-brandenburg.de/ zu finden.