Im Dezember 1948 entstand das obige Foto vom Bau der Havelbrücke zwischen Milow und Premnitz. Ingenieur Geisler hatte seiner Zeit mehrere Bauabschnitte im Bild fest gehalten und technisch beschrieben. Hier zu sehen, sind zwei Rammen und Pontons. Wichtige Gerätschaften, um beim Bau fix voran zu kommen.  Vom Errichten der Auffahrten über das Einrammen der Pfähle bis hin zum Verlegen der Trag- und Fahrbahnbohlen wurde der Bauablauf akribisch dargestellt.

Brückenbau in drei Monaten realisiert

Abgesehen von den komplexen technischen Anforderungen einer Brücke – insbesondere den statischen Parametern – erstaunt im Nachhinein die kurze Bauzeit. Vom Signal der Brandenburger Landesregierung am 1. November 1948, über den offiziellen Baustart der Firma Dübner zwei Wochen später, bis zur Inbetriebnahme dauerte die Maßnahme lediglich bis Ende Januar 1949.

Holzbrücke nach zehn Jahren am Ende

Dem Baustoff Holz war es wohl zu "verdanken", dass zehn Jahre danach diese Brücke durch eine Spannbetonbrücke ersetzt wurde, wie wir sie heute vorfinden. Nach nunmehr 60 Jahren deren Existenz wurde wegen Verschleiß dieses Bauwerkes die "Ertüchtigung" unausweichlich. Damit jedoch die Verkehrsader auf der L 96 zwischen Premnitz und Milow bei den vermutlich langwierigen Bauarbeiten nicht vollständig zum Erliegen kommt, entsteht gegenwärtig die "Ersatzbrücke".

Neue Brücke soll noch dieses Jahr fertig werden

Deren Entstehen vollzieht sich beeindruckend und zügig.  Auffahrten sind bereits vorbereitet, riesige Spundwände an Land (als Widerlager) und im Flussbett (als Pfeiler) wurden durch schwere Technik platziert. Diese Spundwände werden noch mit Beton vergossen und zusätzlich verankert teilte die Bauleitung mit. Für Mitte Oktober ist geplant, die drei Brückenteile aufzustellen. Dazu wird auch schwere Krantechnik vor Ort sein müssen, um die zig-Tonnen schweren Bauteile zusammen zu setzen. Wenn alles weiterhin so gut klappt, könnte bis Ende November diesen Jahres der Verkehr (einseitig/Ampelbetrieb) schon über die Brücke rollen. Vielleicht verschwindet ja dann der nette graue Kasten mit dem mobilen Fotostudio.