Pünktlich vor dem Jahreswechsel kam der Rathenower Heimatkalender 2021 in den Verkauf. Sozusagen „auf den letzten Drücker“, so Wolfram Bleis, der redaktionell wieder die Regie führte. Wobei neben den üblichen Problemen der Vorbereitung und Herstellung auch die erschwerten Bedingungen in der jetzigen Corona-Zeit dazu gekommen seien.

Buchhandlungen geöffnet

Das habe auch die Möglichkeit betroffen, die 65. Ausgabe überhaupt zu den Lesern, also in den Verkauf zu bringen, so Bleis. Er sagt: „Nachdem zunächst die Rede davon war, dass Buchhandlungen geschlossen bleiben müssen, war die positive Nachricht, dass sie doch offen bleiben, für viele eine angenehme Überraschung“.

Verkaufsstellen in der Region

Den Kalender können westhavelländische Heimat- und Geschichtsfreunde wie gewohnt in der Rathenower Buchhandlung Tieke bekommen, aber auch im Postshop Rühle in der Goethestraße. Der Tourismusverein am Freien Hof (Kirchberg) bietet einen Bestellservice, und auch die Postshops in Milow und Premnitz sind wieder am Verkauf beteiligt.

Von Archäologie und Wirtschaftsgeschichte bis zu Kultur und Sport

„Wie immer haben sich die Redakteure des Heimatkalenders bemüht, einen interessanten Querschnitt durch die Geschichte der Region zu bieten. Die verschiedenen Autoren aus nah und fern spannen den Bogen dabei zeitlich vom Mittelalter bis praktisch gestern und thematisch von Archäologie und Wirtschaftsgeschichte bis zu Kultur und Sport“, wirbt Bleis für das Produkt, das zum Stückpreis von nur fünf Euro erhältlich ist.

Sponsoring durch Anzeigenwerbung

Der Heimatbund e.V., der von Wolfram Bleis geleitet wird und als Herausgeber fungiert, bleibt nie allein auf den Produktionskosten sitzen. Unternehmer steuern durch Anzeigenwerbung benötigtes Geld bei, damit der Heimatkalender weiterhin sehr günstig zu haben ist. Gerade unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie, während viele Unternehmer mit eigenen betriebswirtschaftlichen Problemen konfrontiert werden, sind Werbeeinnahmen umso wertvoller für Wolfram Bleis.

Druck in Spaatz

Zudem sei der Heimatbund dadurch weiter in der Lage, seinen kleinen Anteil am regionalen Wirtschaftskreislauf zu erbringen und den Kalender komplett in der Region herstellen zu lassen. Für den Druck war die Druckerei Enge in Spaatz zuständig.

16 Autoren beteiligt

Insgesamt 16 Autoren, darunter freilich auch Hobbyhistoriker Wolfram Bleis, leisten Beiträge zur Heimatgeschichte. Etwa Werner Coch widmete sich jener Rathenower Speiseanstalt, die als Offizierscasino bekannt war. Das ruinöse Gebäude an der Berliner / Ecke Bahnhofstraße gibt es nun nicht mehr. Es wurde im September 2019 abgerissen. Auch Anne Kießling, persönliche Referentin des Bürgermeisters, hat für den Heimatkalender geschrieben. Ihr Thema war das 2020 begangene 30. kommunale Partnerschaftsjubiläum der Kreisstädte Rathenow und Rendsburg (Schleswig-Holstein).