Auf rund 1.900 Frauen und Männer beziffert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Zahl der am Bau Beschäftigten aus dem Landkreis Havelland. Sie sollen mehr Geld bekommen. Die Tarifverhandlungen beginnen am 11. Mai in Berlin.

Lohn-Plus von 5,3 Prozent gefordert

Laut Rudi Wiggert, brandenburgischer Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft, fordert die IG BAU in der anstehenden Tarifrunde für die Branche ein Lohn-Plus von 5,3 Prozent. Die Ost-Löhne sollen den Einkommen im Westen angeglichen werden. Außerdem soll ein Modell für die Entschädigung der sogenannten Wegezeit, also der langen, meist unbezahlten Fahrzeit zur Baustelle, weiterentwickelt werden.

Bau-Boom auch im Havelland

„Der Boom der Bauwirtschaft hält trotz Pandemie an. Nun müssen die Beschäftigten an den steigenden Umsätzen beteiligt werden“, so Wiggert.  Der Gewerkschafter verweist auf die hohe Zahl der Baugenehmigungen, die zu weiterhin vollen Auftragsbüchern in den Unternehmen führten. Im Landkreis Havelland sollen im vergangenen Jahr allein in den Wohnungsbau rund 207 Millionen Euro durch Bauherren investiert worden sein. Wiggert beruft sich hierbei auf Angaben des Statistischen Bundesamts.