Am Donnerstag, 22. Juli 2021, postete der Stadtverordnete Hartmut Rubach (SPD) einen kleinen Nachruf zu Leo Sulkowski, der bereits am Tag zuvor, 73-jährig, überraschend gestorben war. Beide verband seit vielen Jahren eine Freundschaft. Seit 1993 in Rathenow ansässig, wurde Fleischermeister Sulkowski mit seiner direkten Art ein Original der Stadt.

1948 in Schlesien geboren

Am 11. März 1948 im polnischen Schlesien geboren, ging Leonard Sulkowski als Neunzehnjähriger zunächst nach Ost-Westfalen.
Mit 14 Jahren hatte er den Beruf seines Großvaters, Vaters und Onkels ergriffen. Sulkowski wurde Fleischer und war immer stolz auf sein traditionelles Handwerk. 1993 war er nach Rathenow gezogen und produzierte mit seiner Firma „Rathenower Wurstproduktion“ im ehemaligen Schlachthof.

Bis 2002 noch selbst geschlachtet

Er wurde zum letzten Vertreter seines Handwerks in Rathenow. Bis 2002 schlachtete er noch selbst in der Schlachthausstraße 3. Bis vor zwei Jahren verkaufte Sulkowski seine Waren noch regelmäßig auf dem Rathenower Wochenmarkt. Viele Kunden kannten ihn und seine direkte Art, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Würste und Steaks für „Roten Grill“

Zu seinen Freunden zählte Leonard Sulkowski auch über viele Jahre den heutigen Bundespräsidenten, Frank-Walter Steinmeier.
Als SPD-Politiker rang dieser zu den Bundestagswahlen 2009 und 2013 um das Direktmandat im Wahlkreis 60 (mit Gemeinden Milower Land, Premnitz und Rathenow). Zu Wahlkampfveranstaltungen und SPD-Mai-Feiern lieferte Sulkowski Steaks und Bratwürste für den „Roten Grill“.