Um auch dort einen Brunnen zu bohren und Wasserbecken zu errichten, kamen seit dem Rathenower Stadtfest des vorigen Jahres 1.347,57 Euro zusammen. Der Rest der Spenden sollte in eine Solaranlage zum Betrieb der Wasserpumpen fließen. "Die Spenden der Havelländer haben gereicht, um die Brunnenbohrung komplett zu bezahlen. Mittlerweile wurde mit dem Bau des zweiten Brunnens begonnen. Bald folgen die ersten Wasserbecken, so dass Kitty II bewirtschaftet werden kann", so Elke Dartsch weiter, die kürzlich über BRAWO zu weiteren Spenden aufgerufen hatte. Die Spendenbereitschaft war sehr groß. Viele Menschen aus Rathenow und Premnitz, sogar aus Ketzin, haben das Projekt finanziell unterstützt. So kann Elke Dartsch fünf Koffer mit je 23 Kilogramm Gewicht mitnehmen. Darin befindet sich Schulmaterial für die Kinder in den drei Schulen der Region wie Schulhefte, Stifte, Schulkreise und auch Farbe, um die Schultafeln zu streichen. "Auch Sandalen wurden für die Kinder gespendet. Ganz besonders stolz werden die Kinder der Fußballmannschaft auf ihre neuen Sportschuhe sein." Auch für den Kauf von Grundmedikamenten stehe nun Geld zur Verfügung.
Bereits während ihrer Reise kann man Elke Dartschs Aufenthalt in Gambia via Facebook verfolgen. Nach ihrer Rückkehr wird sie die Spender mit einem Vortrag über die Verwendung der Gelder informieren. So wird sie sicher auch ein Foto posten, wenn sie am Brunnen, den vor allem Rathenower Spenden ermöglichten, ein Schild anbringt, über dessen Gestaltung die Spender über Facebook abstimmen konnten.
Elke Dartsch beteiligt sich an der Hilfsaktion des Vereins "Hand in Hand", mit Sitz in Bitterfeld, der in Westafrika landwirtschaftliche Hilfsprojekte zur Selbsthilfe vor Ort organisiert. Während ihres Projekts "Kinder der halben Sonne" war sie auf diesen Verein aufmerksam geworden. Aus den Erlösen der Produkte, wie Obst und Gemüse, bestreiten die Menschen in Westafrika den Lebensunterhalt ihrer Familien und können ihre Kinder in die Schule schicken. "Wenn die Menschen in ihren Ländern eine Lebensperspektive erhalten, haben sie keinen Grund, ihr Land zu verlassen und nach Europa zu flüchten", so Elke Dartsch über einen der Gründe ihr Engagement. Sie bleibt bis zum 4. April im westafrikanischen Gambia.