Der als Soldatenkönig bezeichnete Hohenzoller Friedrich Wilhelm I. hatte Potsdam ab 1713 zur Garnisonsstadt ausgebaut und dort Wohnraum für seine Gardeangehörigen geschaffen. "1740, am Ende seiner Regierungszeit, war Potsdam faktisch eine Kaserne", wie es auf www.potsdam.de heißt. Zwischen der Langen Brücke und Schloss Charlottenburg in Berlin ließ sich der König einen exklusiven Weg schaffen. Das ist der dortige Königsweg.
Wer den Namen bei Google eingibt, landet bei den Suchergebnissen auch in Paretz. Dorf und dortiges Schloss sind mit Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. verbunden, der 1797 den Thron bestiegen hatte. Das von ihm errichtete Schloss auf einem vormaligen Rittergut wurde zur Sommerresidenz. Auf dem Hohensberg (heute Kapellenberg) ließ er einen Aussichtspunkt (Belvedere) in Form einer Ruine errichten. Schloss und Hügel waren durch einen Königsweg verbunden, den die Blaublüter nutzten.
Indes steht der Königsweg bei Schloss Marquardt sehr wahrscheinlich mit Friedrich Wilhelm II. in Zusammenhang, der ab 1786 König war und  im Ort spiritistische Sitzungen (Séancen) besucht haben soll.
Es erscheint naheliegend, dass der rund acht Kilometer lange Königsweg bei Mögelin bzw. Rathenow auch auf einen Hohenzollernmonarchen zurückgeht. Dieser Weg zweigt, mitten im Wald, etwa 1,5 Kilometer südöstlich von Spolierenberg von der Alten Heerstraße ab, die die Stadt Brandenburg/Havel einst mit Rathenow verband.  Der Königsweg läuft auf Grünaue (Gemarkung Mögelin/Premnitz) zu, wo sich eine Oberförsterei befindet. Sehr wahrscheinlich steht diese mit dem Königsweg in Verbindung.
Heute gehören Oberförsterei und umliegende Wälder dem Land Brandenburg (Landesforst), im Mittelalter war das Besitz der Markgrafen bzw. Kurfürsten. Das Jahr 1701 brachte mit Friedrich I. den ersten König von Preußen hervor, weshalb in der Folge vom Königlichen Forst die Rede war. Bekanntlich waren die zwischen 1871 und 1918 regierenden Kaiser von Deutschland auch Könige von Preußen. Die Wälder blieben daher königlich. Eine Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Karte verdeutlicht das, zu finden auf https://bb-viewer.geobasis-bb.de. Darauf zu lesen sind auch Königs-Heide und Königshütte.
Anhaltspunkte dafür, dass dieser Königsweg ein exklusiver Waldweg eines Monarchen war, gibt es  auf den ersten Blick nicht. Der Premnitzer Geschichtsfreund Jürgen Mai blätterte auf BRAWO-Anfrage in Ausführungen von Dr. Rudolf Guthjahr (1904-1988) zum Forst. Der renommierte Historiker aus Rathenow nannte eine Version, wonach 1872 Kaiser Wilhelm I.  mit seinem Neffen Prinz Friedrich Karl von Brandenburg "sehr schnell" auf dem Weg gereist sein soll.
Guter Kandidat für die Namensgebung ist zudem der Soldatenkönig, der für die Rathenower Garnison die Neustadt errichten und womöglich einen Schnellweg durch die Königs-Heide schaffen ließ. Das wäre um so plausibler, wenn  man den heutigen Grünauer Weg zur Neustadt als  Verlängerung des Königswegs versteht. Auch der Sohn des Soldatenkönigs, Friedrich II., der 1740 den Thron bestieg, könnte mit dem Weg in Zusammenhang stehen. Wie es heißt, sollte das von ihm 1765 gegründete Neufriedrichsdorf (heute östlicher Stadtteil Rathenows) ursprünglich im königlichen Wald bei Grünaue entstehen.
Egal welcher Hohenzoller in Frage kommt, sollte man den Ursprung des Königswegs nach 1701 ansetzen.  Ansonsten müsste er bereits im ausgehenden Mittelalter entstanden sein. Denn Ende des 14. und zu Beginn des 15. Jahrhunderts waren deutsche Könige gleichsam brandenburgische Kurfürsten und somit Besitzer des Waldes.
Aus dem Gesamtbestand hatte der aus der Dynastie der Askanier stammende Markgraf Waldemar ein großes Stück herausgelöst, das heute den historischen Kern des Rathenower Stadtforstes bildet. Die Übereignung erfolgte 1319, liegt also 700 Jahre zurück.
1373 gelangte das inzwischen zum Kurfürstentum erhobene Brandenburg in Besitz der Dynastie der Luxemburger, die mit Karl IV. den König und Kaiser stellte. Der hatte das Kurfürstentum in die Hände seines Sohns Wenzel gelegt, der 1378 auf dem Königsthron folgte. Die nächsten Kurfürsten bzw. Monarchen aus dieser Dynastie waren Jobst und Sigismund. Erst 1415 wurden die Hohenzollern mit Brandenburg belehnt.
Nicht ausgeschlossen, dass der Königsweg, alternativ zur Alten Heerstraße, ein kleiner Abschnitt war auf dem Weg zwischen Alt- und Neustadt Brandenburg und Tangermünde. Bei den Schwesterstädten an der Havel handelte es sich lange um die damals bedeutendsten Kommunen des Kurfürstentums, was sich im Titel "Chur- und Hauptstadt" widerspiegelt. Die Burgstadt an der Elbe hatte der von Prag aus herrschende Karl IV. zu seiner Residenz erhoben. Tangermünde wurde sozusagen die Hauptstadt der nördlichen Besitzungen.
Sehr wahrscheinlich gab es dort schon vorher eine Vogtei, also eine auf der Burg ansässige Verwaltungsbehörde, aus der zunächst ein königliches, und nach den Luxemburgern (also nach 1415) das kurbrandenburgische Amt Tangermünde werden sollte. Interessant in dem Zusammenhang, das Samuel Christoph Wagener in seinen "Denkwürdigkeiten der churmärkischen Stadt Rathenow" (1803) das königliche Forstrevier Grünaue seit dem 14. Jahrhundert der Zuständigkeit des Amtes in Tangermünde zuschreibt.
Es ist also denkbar, bei aller sich bietenden Vorsicht, dass schon irgendwann zwischen 1373 und 1415 Könige auf exklusivem Wege durch die Königs-Heide unterwegs waren. Dass der Königsweg noch älter sein könnte, mutet zunächst sehr unwahrscheinlich an. Der Vollständigkeit halber sei Slawenfürst Pribislaw-Heinrich erwähnt, der zwischen 1127 und 1150 von der Brandenburg aus herrschte. Er war zwischendurch auch ein König gewesen.
Unbedingt erwähnenswert in diesem Zusammenhang sind Angaben in Wageners "Denkwürdigkeiten", wonach einer seiner Zeitgenossen in der Havel südlich Rathenows, am westlichen Ufer, "Überbleibsel" von Brückenpfählen gefunden haben wollte.
Dieser Flussübergang hätte, Wagener folgend, den Burgstandort "Alt-Rathenow" mit einer slawischen Siedlung verbunden. Diese entsprach dem Ober- bzw. Weinbergkiez, das sich "nach den Spuren im Acker zu urteilen, längs dem Ufer der Havel, zwischen diesem und dem Weinberge" hingezogen hätte, wie der Autor meinte zu wissen. Das älteste Dokument, das diese Siedlung erwähnt, stamme aus dem Jahr 1339, so Wagener.
Derweil handelt es sich bei Alt-Rathenow um einen slawischen Burgwall, heute nur noch ein Bodendenkmal in der Gemarkung Steckelsdorf, südlich der B188- bzw. Eisenbahnbrücke. Auf Wikipedia steht über den Burgwall: "Es wird vermutet, dass die Anlage aus dem 11. Jahrhundert, also dem Hochmittelalter stammt und an einer Furt errichtet wurde." Dort hätte man also im slawischen Mittelalter eventuell den Fluss zu Fuß durchqueren können.
Davon ausgehend, wäre es tatsächlich nicht ausgeschlossen, dass in slawischen Zeiten, als an eine Stadt namens Rathenow noch lange nicht zu denken war, eine Wegebeziehung existierte - von der Brandenburg, durch den Wald und die Kiez-Siedlung, über eine hölzerne Havelbrücke nach Alt-Rathenow. Dass der slawische Herrscher des Stammes der Heveller dem westhavelländischen Königsweg den Namen gab, wäre allerdings in allerhöchstem Maße spekulativ.