8. März 2021, es ist Internationaler Frauentag. Dieser ist in Berlin ein gesetzlicher Feiertag. Einen solchen würde sich Bianca Lange, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Havelland, auch für Brandenburg wünschen.

Öffentliche Wertschätzung von Frauen

„Dass sich Berlin dazu entschieden hat, den Internationalen Frauentag zu einem Feiertag zu machen, hat der öffentlichen Wertschätzung von Frauen gut getan. Daher würde ich es sehr begrüßen, wenn auch Brandenburg diesem Weg folgen würde“, so Bianca Lange auf Anfrage. Beim Thema Gleichberechtigung gebe es immer noch viel zu tun.

Enorme Aufwertung durch Feiertag

Für die Gleichstellungsbeauftragte im Havelland wäre die Entscheidung, dass der Frauentag ein brandenburg- bzw. deutschlandweiter Feiertag wird, eine enorme Aufwertung von frauenpolitischen Themen. Darüber hinaus würde ein Feiertag die Leistung von Frauen in der Gesellschaft würdigen, so Lange.

Ungleichheit hat sich weiter verschärft

 Sie erklärt, dass die Eindämmungsmaßnahmen während der Corona-Pandemie vor allem Frauen und Familien getroffen hätten. Gerade jetzt sei deutlich geworden, „dass Frauen in einem Großteil der systemrelevanten Berufe arbeiten, häufig schlechter bezahlt werden und während der Pandemie zusätzlich deutlich mehr Familienarbeit bei Homeschooling, Pflege und Hausarbeit stemmen müssen“, so Lange. „Die Ungleichheit bei der Behandlung der Geschlechter hat sich in der Pandemie also weiter verschärft.“