Das Verkaufsverbot für Böller und die Corona-Beschränkungen zu Silvester haben sich augenscheinlich sehr positiv ausgewirkt auf das Einsatzgeschehen bei der Rathenower Feuerwehr während des Jahreswechsels. Am 31. Dezember und 1. Januar gab es überhaupt keine Einsätze, die die Feuerwehr aus ihrer Wache in der Großen Hagenstraße heraus fahren musste.

Ölspur am 29. Dezember und Türnotöffnung am 2. Januar

Das Einsatzgeschehen geht es aus dem Internetportal der Ortsfeuerwehr hervor. Demnach kam es am 29. Dezember zur Beseitigung einer Ölspur und am 2. Januar zu einer Türnotöffnung. Dass rund um Silvester nichts brannte im Kernstadtgebiet, ist äußerst ungewöhnlich.

2020 zehn Einsätze zu Neujahr

Auf www.feuerwehr-rathenow.de sind allein zehn Einsätze für den 1. Januar 2019 gelistet, die mit „Brand Pyrotechnik“ überschrieben sind. Einsatzstart war seinerzeit um 0.43 Uhr, zum letzten Brand ging es um 1.53 Uhr. 2020 gab es ebenso zehn Einsätze, die typisch sind für Silvester, wobei auch Brände in Müll- und Wertstofftonnen zu löschen waren. Eine Person hatte sich beim Umgang mit Feuerwerkskörpern verletzt. Die FFW-Kameraden fungierten bei dem um 0.23 Uhr gestarteten Einsatz als First Responder, also als Ersthelfer. Damit hatte das Einsatzjahr 2020 begonnen.

Polizei spricht von ruhigem Jahreswechsel

Die Polizei spricht derweil von einem ruhigen Jahreswechsel im gesamten Havelland. Laut einem Polizeisprecher seien hier keine außergewöhnlichen Ereignisse im Zusammenhang mit Feuerwerk in der Silvesternacht gemeldet worden. Das Einsatzgeschehen insgesamt sei deutlich ruhiger als in den vergangenen Jahren gewesen.

Ein Auto durch Böller beschädigt

Lediglich in Nauen ist am Neujahrsmorgen das Dach eines Autos durch einen Böller beschädigt worden. Der Sachschaden soll sich auf etwa 2.000 Euro belaufen. In Rathenow muss die Polizei nun einem Einbruch nachgehen, der sich zwischen dem Abend des 30. und dem Mittag des 31. Dezember bei einer Firma ereignete, die Am Hafen ansässig ist. Diebesgut waren Feuerwerkskörper im Gesamtwert von rund 200 Euro.