Während des verschärften Corona-Lockdowns wurden zum 22. Januar von den insgesamt 701 in Horten der Stadt Rathenow betreuten Kindern 135 in Einrichtungen im Rahmen der Notbetreuung betreut. Von insgesamt 599 Kindern im Kita-Alter Stadt wurden zum 19. Januar 238 Kinder zu Hause betreut.

Fehl- und Ausfallzeiten

Laut Kita-Gebührensatzung der Stadt werden Fehl- und Ausfallzeiten mittels einem beitragsfreien Monat und zweier essengeldfreier Monate ausgeglichen. Da die durch den erneuten Lockdown seit Mitte Dezember anfallenden Ausfalltage zur Kinderbetreuung durch die Elternbeitragssatzung nicht abgedeckt werden, beabsichtigt die Stadt für die Monate Januar und Februar keine Elternbeiträge und kein Essensgeld zu erheben, wenn die entsprechenden Kinder nicht in Horten und Kitas betreut werden.

50 Prozent, wenn Kinder in Notbetreuung

Für die teilweise Inanspruchnahme von Betreuungszeiten in den Kitas, bis zu maximal 50 Prozent der vertraglich vereinbarten Betreuungszeit, wird für Januar und Februar nur die Hälfte der jeweiligen Elternbeiträge und des Essensgelds erhoben. Das Land übernimmt die entsprechenden Kosten.

Erstattung auf Antrag

Neu, im Vergleich zum Lockdown im Frühjahr 2020, ist die Regelung, dass auch die Hälfte der nicht in Anspruch genommenen Betreuungszeit erstattet wird. Die Erstattung der Elternbeiträge und des Essensgelds erfolgt nur auf Antrag der Eltern, bis spätestens 31. März. Dazu erhalten die Eltern in Rathenow ein Schreiben mit einfachem beigelegten Antragsformular. Den Ausfall von Essensgeldern bezüglich Kitas gleicht das Land nicht aus. Bei Horteinrichtungen ist eine Erstattungsregelung von Essengeld nicht nötig.

Stadtverordnete entscheiden am 17. Februar

Der Hauptausschuss der Rathenower Stadtverordnetenversammlung hat einstimmig besclhossen, die Erstattung der Elternbeiträge für Kita und Hort über den Monat März hinaus auszudehnen, sofern die Empfehlung des Landes weiter besteht, Kinder nach Möglichkeit nicht in die Kitas zu bringen. Das Essengeld für nicht in Anspruch genommene Betreuungszeit in Kitas soll zu 50 Prozent bzw. vollständig erstattet werden. Am 17. Februar entscheidet die Stadtverordnetenversammlung darüber.
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