Eine Neuerung hält der havelländische Haushalt 2021 bereit. Jetzt gibt es ein sogenanntes Kreisentwicklungsbudget, von dem finanzschwächere Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohner profitieren. Der diesbezügliche politische Beschluss im Dezember erfolgte auf Initiative fast aller im Kreistag vertretenen Fraktionen. Die AfD wurde außen vorgelassen wurde.
Was es mit dem Kreisentwicklungsbudget auf sich hat, haben die Linke-Politiker Andrea Johlige und Christian Görke nun erläutert. Für das Jahr 2021 seien insgesamt 300.000 Euro im Haushalt eingeplant. Die kleinen Gemeinden könnten 2021 maximal 15.000 bis 30.000 Euro zusätzlich vom Landkreis erhalten, um wichtige, der Gemeinschaft dienende Aufgaben erfüllen zu können.

Zur freien Verfügung

Laut Johlige und Görke, beide sind Landtagsabgeordnete, wobei die Politikerin aus Nauen auch Fraktionsvorsitzende im Kreistag ist, könnten die Gemeinden frei über die Verwendung der  Gelder verfügen. Im ländlich geprägten und strukturschwächeren Westen des Havellands profitieren etwa die Ämter Rhinow und Nennhausen, die jeweils rund 4.500 Einwohner haben. Ferner können zu den Ämtern gehörende Gemeinden wie Kleßen-Görne oder Gollenberg für sich Zuschüsse beantragen.

Kommunaler Konsens

„Die Bürgermeister der größeren und finanzstärkeren Gemeinden und Städte tragen den Kreistagsbeschluss mit. Nach dem ersten Jahr muss über die Wirksamkeit und Höhe des Kreisentwicklungsbudgets diskutiert werden, um es möglicherweise anzupassen“, so die beiden Linke-Politiker.