Im Sommer 2021 reist Landrat Roger Lewandowski (CDU) kreuz und quer durch das Havelland. Am Freitag, 16. Juli 2021, wird er zu Gesprächen in der Schönwalde-Glien erwartet. Zuletzt gastierte er unter anderem in der Gemeinde Milower Land, in der Stadt Premnitz und im Amt Nennhausen.

Von der Feuerwehr zum Kunsthof

Das zwischen Rathenow und Nauen gelegene Amt wird von Ilka Lenke (parteilos) geleitet. Gemeinsam mit dem Amtsausschussvorsitzenden, Michael Spieck, lenkte Lenke den Blick des Landrats auf das Dorf Gräningen. Dort besuchte man die Freiwillige Feuerwehr, die von Ortswehrführer Frank Standke geleitet wird. Er führte durch die Räumlichkeiten. Mit dabei war auch die stellvertretende Ortsvorsteherin, Doreen Käthe. Von der Feuerwehr ging es zur Familie Zimmermann.

„Flir“ soll Glück bringen

Karin und Hans Zimmermann betreiben am Wiesenweg einen Kunsthof, den sie Besuchern gern präsentieren. Nach herzlicher Begrüßung wurden die Gäste in das Nebengelass geführt, wo Hans Zimmermann zahlreiche seiner Kunstobjekte lagert - angefangen bei Holzschnitzereien über Gemälde bis hin zu einem Fabelwesen namens „Flir“.
Die von ihm erschaffene Gestalt trägt in seinem Netz verschiedene Glasstücke, welche in einem unbeobachteten Moment gern berührt werden können. Sodann steckt man sich womöglich etwas Glück in die Hosentasche.

Glaser und fünf weitere Berufe erlernt

Zimmermann, geboren 1943, wuchs in Künstlerkreisen auf, sein Vater war selbst ein Maler. Wie der Gastgeber den Besuchern erklärte, bereue er es manchmal, als junger Bursche nicht mehr über die verschiedenen Maltechniken bei seinem Vater erfragt zu haben. Nach der Schulzeit ging der Sohn in die Glaser-Lehrer, anschließend  zur Armee und erlernte danach noch fünf weitere Berufe.

Bienenhauskapelle ein Fachwerkbau

Das Thema Bleiverglasung spiegelt sich auf dem gesamten Kunsthof wieder. Ob in der Scheune oder in der benachbarten Bienenhauskapelle, überall ist man von Kunst umgeben. Selbst Kinder wurden schon in der mit Bleiverglasungen, Holzschnitzereien und Ikonen ausgestatteten Bienenhauskapelle durch Zimmermann „getauft“. Tatsächlich befinden sich hier die Themen Honigproduktion und christlicher Glaube unter einem Dach. Der kleine Fachwerkbau stellt Zimmermanns Beitrag zur „Kunst in der Imkerei“ dar.