Der NABU Regionalverband Westhavelland untersucht im fünfjährigen Forschungsprojekt „Artenschutz durch umweltverträgliche Beleuchtung“ (AuBe) im Natur- und Sternenpark Westhavelland, welche Zusammenhänge es zwischen nächtlicher Dunkelheit bzw. Helligkeit und dem Verhalten von Mensch und Natur gibt. Zu den vier Modellgebieten gehört Gülpe.

Lichtfallen bei Gülpe gestellt

Seit März 2020 ist Sophia Dehn als Koordinatorin des hiesigen AuBe-Projekts dem nächtlichen Insektensterben auf der Spur. Dazu hat die Hohennauenerin, die Landschaftsnutzung und Naturschutz studierte, zwischen Frühjahr und Herbst des vorigen Jahres sogenannte Lichtfallen in und um Gülpe aufgestellt. In diese tappen nachtaktive Insekten. Während des Winters erfolgte die Auswertung der Proben. Ergebnisse stellt Sophia Dehn am Freitag, 9. April, um 20.00 Uhr, in einem halbstündigen Online-Vortrag vor. Anmeldungen erfolgen per E-Mail an aube@igb-berlin.de.

„Tatort Straßenbeleuchtung“

Derweil lädt das vom Bundesamt für Naturschutz getragene Projekt die Menschen im Natur- und Sternenpark Westhavelland noch bis 12. April zur Online-Befragung „Tatort Straßenbeleuchtung“ ein. Dabei werden die Teilnehmer gebeten, an einem Abend, zwischen 20.30 und 22.30 Uhr, innerhalb von zehn Minuten drei Aufgaben zu erfüllen.

Alle sichtbaren Lichtquellen notieren

Mittels drei angeleiteten kurzen Schritten soll die Helligkeit des Nachthimmels für den Wohnort in einer Online-Karte abgelesen und notiert werden. Am Schlafzimmerfenster stehend sollen, bei ausgeschalteten eigenen Lichtquellen, alle aus dem Fenster sichtbaren Lichtquellen notiert werden. Die letzte Aufgabe umfasst ein Lesetest bei ausgeschaltetem Schlafzimmerlicht.

Keine Rückschlüsse auf teilnehmende Personen möglich

Die völlig anonyme Umfrage lässt keinerlei Rückschlüsse auf eine konkrete Person zu. Die gemachten Angaben werden ausschließlich zum Forschungszweck gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Die deutsche Befragungssoftware, mit SSL-Verschlüsselung und ohne Cookies, läuft auf einem Server in München. Die Teilnehmer können sich auf der Website auch über die Umfrage-Ergebnisse informieren.