Corona-Lockdown, und was nun? Kita zu, Schule zu, Kino, Club und Theater zu. Doch warum zu Hause sitzen? Der Wald in Rathenow sei immer geöffnet und biete genug Platz zum Abstandhalten, lässt Stadtsprecherin Anne Kießling wissen. Ganz im Sinne des Stadtforst-Mottos „Da ist erLeben drin!“ gebe es ab sofort ein Mitmacherlebnis, das zum „erSchaffen“, „erFreuen“ und „erLeben“ einlädt.

Am Arbeitsplatz von Thomas Querfurth

Es ist der Arbeitsplatz von Stadtförster Thomas Querfurth. Direkt hinter dem Forsthaus Riesenbruch, Ferchesarer Weg 4, können alle, denen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, einen kunterbunten Mitmachpfad „erSchaffen“. Auf einer Länge von etwa 750 Metern können am Weg selbst gestaltete kleine Kunstwerke, Gedichte, Basteleien und vieles andere mehr ausgestellt werden. Kinder können zu Hause etwas Schönes schaffen, um dann auf einem Waldspaziergang den Mitmachpfad zu schmücken und andere zu „erFreuen“. Ein „Wunsch-Gruß-Baum“ wartet ebenfalls auf Botschaften.

Der Kreativität freien Lauf lassen

Aber auch Erwachsene aller Altersstufen können ihrer Kreativität freien Lauf lassen, basteln, ein Gedicht oder eine Kurzgeschichte schreiben und diese farbig gestaltet und laminiert an den Bäumen entlang des Wegs anbringen. Dabei können selbst gesammelte Naturmaterialien oder Dinge, die man zu Hause hat, Verwendung finden. Je mehr kunterbunte Objekte sich auf dem Mitmachpfad einfinden, umso schöner und vielfältiger können die Besucher den Rathenower Stadtforst in Corona-Zeiten „erLeben“.

Aktion läuft bis zum März

Natürlich gelte auch im Wald das allgemeine Abstandsgebot, und Bäume und Natur sollen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, so Anne Kießling. Bis Ende März könnten die gesammelten Werke betrachtet werden. Ab März/April werde der Wald wieder sich selbst überlassen, „damit er sich für uns und den Frühling frisch machen kann.“