Zecken können die bakterielle Infektionskrankheit Borreliose sowie  Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Das FSME-Problem betrifft eher südlich gelegene Gegenden Deutschlands. Dagegen können auch in Brandenburg Erreger namens „Borrelia burgdorferi“ die menschliche Gesundheit bedrohen. Eine bundesweit einheitliche Meldepflicht von Borreliose-Fällen gibt es nicht. 

Kreisrunde Hautrötung nach Zeckenbiss

Im Land Brandenburg und daher auch im Havelland sind seit 2009 neben dem Labornachweis des Erregers auch die Erkrankung an sowie der Tod durch Borreliose meldepflichtig. Das bedeute, dass bereits die klinische Diagnose eines Erythema migrans (typische kreisrunde Hautrötung nach Zeckenbiss) durch den diagnostizierenden Arzt gemeldet werden muss, wie das Gesundheitsamt auf Anfrage erläutert.

Jährliche Fallzahlen auf gleichmäßigem Niveau

„Anhand der in den vergangenen beiden Jahrzehnten gemeldeten Fallzahlen an Borreliose lässt sich für den Landkreis Havelland kein eindeutiger Trend ablesen“, heißt es weiter aus der in Rathenow ansässige Behörde. Die Zahlen würden sich vielmehr auf einem gleichmäßigen Niveau bewegen.
Bis 30. Juni 2021 gab es 41 gemeldete Borreliose-Fälle im Landkreis Havelland. 2020 waren es insgesamt 148 gewesen. Der Durchschnittswert für die Jahre 2009 bis 2020 beläuft sich auf 173. Der Höchstwert von 212 stammt aus den Jahren 2010 und 2013.

Angemessene Kleidung und Aufmerksamkeit angeraten

Eine der wirksamsten Gegenmaßnahmen, um Zeckenbissen vozubeugen,  besteht für das Gesundheitsamt in angemessener Kleidung und Aufmerksamkeit bei Wanderungen oder Spaziergängen in der Natur. Im Fall der Fälle rät es zum frühzeitigen Arztbesuch bei Zeichen einer Hautrötung nach einem Zeckenbiss.