Lohntechnisch fängt das Jahr 2021 gut an für Beschäftigte in der Gebäudereinigung. Ihre Anzahl im Landkreis Havelland beziffert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit 450. Sie bekommen nun deutlich mehr Geld.

Lohnuntergrenze steigt zunächst auf 11,11 Euro

Die Lohnuntergrenze in der Branche steige von vormals 10,80 Euro auf 11,11 Euro pro Stunde, wie es seitens der Gewerkschaft heißt, deren Bezirksverband Mark Brandenburg in Potsdam ansässig ist. In zwei weiteren Stufen würde der Einstiegsverdienst bis zum Jahr 2023 um insgesamt elf Prozent auf dann zwölf Euro klettern.

Leipzig (AFP)

Großer Schritt heraus aus Niedriglohnsektor

 Rudi Wiggert, Bezirksvorsitzender der IG BAU Mark Brandenburg kommentiert: „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie sehr es auf Sauberkeit und Hygiene in Krankenhäusern, Schulen und Büros ankommt. Für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen erhalten die Beschäftigten nun eine faire Anerkennung.“ Der neue Tarifvertrag, den die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern ausgehandelt habe, bedeute für Reinigungskräfte einen „großen Schritt heraus aus dem Niedriglohnsektor“.

Auch Fachkräfte profitieren

 Zugleich würden Fachkräfte profitieren: Beschäftigte in der OP-Reinigung würden auf ein Plus von 8,7 Prozent bis zum übernächsten Jahr kommen. Glas- und Fassadenreiniger würden insgesamt 7,6 Prozent mehr erhalten und nach der dritten Tariferhöhung 15,20 Euro pro Stunde verdienen. Darüber hinaus gebe es für Gewerkschaftsmitglieder einen tariflichen Weihnachtsbonus.