Planungsleistungen im Wert von 125.000 Euro wird die Stadt Rathenow zunächst in  ein neues Krisen- und Beratungszentrums, kurz Frauenhaus, investieren. Das ist Ergebnis der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 17. Februar 2021. Die 23 an der Sitzung teilnehmenden Stadtverordneten  votierten einstimmig für die Beschlussvorlage der Verwaltung. Sie kann nun die Planungsleistungen für Sanierung und  Umbau eines Wohnhauses zum Frauenhaus in Auftrag geben.

Bis dato in einem rund 100 Jahre alten Wohnhaus

„Das bisherige Frauenhaus in einem rund 100 Jahre alten Wohnhaus kann nicht notwendiger Weise entsprechend erweitert und saniert werden. Allein ein behindertengerechter Umbau wäre schon nicht möglich“, so Catrin Seeger. Bisher war es für die Leiterin des Frauenhauses schon schwierig, auf Grund der Bausubstanz immer wieder notwendige Reparatur- und kleine Sanierungsarbeiten ausführen zu lassen sowie die finanziellen Mittel dazu zu beschaffen.

Einziges Frauenhaus im Landkreis Havelland

Seeger ist Vorsitzende des Unabhängigen Frauenvereins, der Anfang der 1990er Jahre die Schaffung eines Frauenhauses in der Kreisstadt mit initiiert hat. Das Krisen- und Beratungszentrum ist das einzige im gesamten Landkreis Havelland. Zusätzlich gibt es auch Notwohnungen in Rathenow. Die Zufluchtsstätte hat fünf Wohneinheiten und verfügt über insgesamt 15 Betten für Frauen und deren Kinder.

Sogar Spenden zur Finanzierung

Finanziert wird das Frauenhaus durch jährliche Zuwendung des Landes an die jeweiligen Landkreise sowie durch einige Kommunen, wie auch Rathenow selbst, Falkensee und Nauen. Zusätzlich spenden immer wieder Privatpersonen und Unternehmen für die Betreuungs- und Beratungsarbeit.