Am Donnerstag, 10. September, findet ein bundesweiter Warntag statt. Federführend ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Um 11.00 Uhr beginnt ein Probealarm mit vorhandenen Warnmöglichkeiten: Sirenen in den Städten und Dörfern, Radio, Fernsehen, soziale Medien, die Warn-App NINA, Lautsprecherwagen sowie auch digitale Werbetafeln.

Sirenen heulen auch in Premnitz

Auch in Premnitz dürfte es sehr laut werden. Wie Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) berichtet, verfügt allein die Kernstadt über fünf Sirenen, in den Ortsteilen Döberitz und Mögelin sind es jeweils zwei. Laut Tebling werden in der zwanzigminütigen Probealarmphase auch Feuerwehren unterwegs sein, die über Lautsprecher über die laufende Warnaktion informieren.

Dank NINA für den Ernstfall vorbereitet

Generell, so rät er, empfiehlt sich ein batteriebetriebenes Radio, das stets im Haushalt oder im Büro verfügbar ist, um im Fall der Fälle Warnmeldungen erhalten zu können.  Tebling hat ein kleines Exemplar auf einem Fensterbrett in seinem Bürgermeisterbüro zu stehen. Ferner hat er die Notfall-Informations- und Nachrichten-App (NINA) des Bundes auf dem Smartphone installiert.

Regionale Feuerwehren angeschlossen

Technischer Ausgangspunkt für NINA ist das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS). Dieses wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe für bundesweite Warnungen des Zivilschutzes betrieben. An das System angeschlossen sind auch die fünf brandenburgischen Regionalleitstellen der Feuerwehren. Die in Potsdam ansässige Nordwest-Leitstelle ist für die Landeshauptstadt sowie die Landkreise Havelland, Prignitz und Ostprignitz-Ruppin zuständig. Sie ist Dreh- und Angelpunkt für die Aufnahme von 112-Notrufen und die Einteilung und Organisation der Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes und der Feuerwehr.

Bürger müssen sich nicht sorgen

Von dort aus wird übrigens an jedem ersten Mittwoch des Monats um 15.00 Uhr das Rathenower Sirenengeheul ausgelöst. Der Ton geht kurz hoch, dann wieder runter. Die Bürger müssen sich nicht sorgen. Denn bei Katastrophenalarm wäre die Sirene viel länger zu hören.
Ist innerhalb einer Minute drei Mal ein Vollton mit dazwischen abschwellender Lautstärke zu hören, ist Einsatzalarm für Feuerwehrleute. Wichtig für die Bevölkerung ist ein einminütiges Hoch und Runter. Damit wird Katastrophenalarm gegeben. Das kann von Elbeflutwasser, über eine Giftgaswolke - eventuell nach einem Unfall mit einem Tanklastzug oder Kesselwagen der Eisenbahn - oder bei einem Raketenangriff der Fall sein.