An der Premiere arbeitet gegenwärtig Veranstalter Manfred Rücker. Seit er mit dem Aufruf an die Öffentlichkeit ging, hätten sich bereits rund 30 Kleinkünstler bei ihm angemeldet, wie er sagt. Zu 90 Prozent bislang Musiker. Rücker hofft, das Spektrum noch ausweiten zu können.  Etwa sieben Wochen bleiben ihm dafür.
Gezielt spricht er nun  Leute an, die gern vor kleinem Publikum jonglieren, tanzen, mit Feuer-Pois hantieren, Feuer spucken, auf Nagelbrettern sitzen, als Bauchredner agieren, zaubern können, gekonnt Faxen machen oder schillernd bunt für Blickfänge sorgen. Man kennt das aus Fußgängerzonen, wenn Kleinkünstler zum Stehenbleiben animieren können. Da gibt es auch solche, die einfach nur dastehen wie eine Skulptur.
Der Clou an der Veranstaltung in Rathenow: Unabhängig von einer kleinen Gage, die alle Teilnehmer erhalten, dürfen sie auch Hüte aufstellen, in die Geld gelegt werden kann. Nebenbei können die Akteure nach Herzenslust Visitenkarten verteilen. Rücker stellt sich seine Kleinkunsttage wie eine Börse bzw. Messe vor, wo das Publikum die Kleinkünstler unter freiem Himmel kennenlernen kann. Ansonsten läuft Werbung in der Regel über Kleinanzeigen, Webseiten und durch Weiterempfehlungen.
Der einst aus Nordrhein-Westfalen ins Westhavelland übergesiedelte Manfred Rücker ist seit 39 Jahren im Event-Wirtschaft tätig. In Rathenow etwa ist er seit 2016 Veranstalter des Stadtfestes, das wegen Corona diesmal nicht stattfinden wird. Geplanter Termin war das zweite September-Wochenende - inklusive verkaufsoffenem Sonntag. Alternativ finden nun die Rathenower Kleinkunsttage in bester Innenstadtlage statt.
Wer sich flanierendem Publikum in der Berliner Straße präsentieren will, kann sich unter 0171/7488437 beim Veranstalter melden oder per E-Mail an veranstaltungsteam@gmx.de. Derweil lädt Manfred Rücker alle angemeldeten Kleinkünstler zu einem Treffen ein, das am 30. Juli im American Monster Diner in Rathenow stattfindet. Beginn: 19.00 Uhr.