Zum Rückrundenauftakt in der Regionalliga Nordost muss der FSV Optik bei Germania Halberstadt antreten. Eines ist klar - einen Auftritt wie in Fürstenwalde darf es nicht wieder geben, sonst kann das Ziel Klassenerhalt schnell in weite Ferne rücken. "Wir hatten am Dienstag ein sehr vernünftiges Gespräch mit der Mannschaft. Nun schauen wir mal, was die beiden letzten Spiele des Jahres noch bringen", so Ingo Kahlisch.
Nicht nur Rathenow, auch der Kontrahent hat derzeit einige Probleme. Drei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg gab es zuletzt für die Vorharzer. Der VfB Germania, lange im gesicherten Tabellenbereich, steht plötzlich nur noch einen Punkt vor dem FSV. Die Elf von Sven Körner wird also alles versuchen, sich wieder von den Rathenowern abzusetzen.
Wie sich die Optik-Mannschaft dagegen wehren will, ist klar. Kampf, mannschaftliche Geschlossenheit und taktische Disziplin - das sind keine Zauberworte, aber bewährte Mittel im Abstiegskampf. Aber mit wem soll das umgesetzt werden? Gesperrt ist bei dieser wichtigen Partie niemand, Jerome Leroy hat nach Gelb/Rot in Fürstenwalde ausgesetzt. Und die einzige Verwarnung, sie betraf Benjamin Wilcke, ist erst einmal folgenlos. Bleibt die Frage nach Verletzungen.
"Leon Hellwig wird es bis zum Abschlusstraining versuchen, das wird sich kurzfristig entscheiden", so nochmals der Trainer. "Außerdem ist Caner Özcin am Dienstag beim Training gestürzt, da müssen wir sehen, was wird." Aber da erntete Ingo Kahlisch Widerspruch vom Geburtstagskind: "Nee, nee Trainer, das geht schon bei Caner."
Nun, wenn die Mannschaft vollzählig ist, bleibt die Hoffnung auf viele Rathenower Zuschauer, die die Spieler unterstützen. Für Sonntagmittag (8. Dezember) erwartet der Wetterbericht für Halberstadt eher Oster- als Adventswetter. 11 Grad und heiterer Himmel sind angekündigt. Vielleicht sind es ja nach dem Abpfiff auch die Mienen derer, die zu Optik halten...