Regionalliga Nordost: Würde man die Testspiele der brandenburgischen Vertreter untereinander als eine Art Ligapokal sehen, hätte der FSV Optik Rathenow mit sieben Punkten aus drei Partien derzeit die Spitzenposition inne. Am Samstag, 13. März, gelang gegen den FSV Luckenwalde ein 4:1-Erfolg.

 Auch Jerome Leroy traf

Die Havelländer begannen mit zwei guten Chancen von Jerome Leroy und Kevin Adewumi sehr schwungvoll, was  aber jäh ausgebremst wurde. Ein Hagelschauer zwang zu einer Unterbrechung. Diese schien Rathenow sogar noch zu beflügeln. Erst staubte Nicola Köhler einen Schuss von Leon Hellwig, den Andre Thoms im Gästetor nicht festhalten konnte, zum 1:0 ab. Und kaum 60 Sekunden später erhöhte Jerome Leroy mit einem sehenswerten Treffer ins lange Eck auf 2:0.

Viele sehenswerte Aktionen

In dieser Phase gelang den Gastgebern fast alles. Als „Coutinho“ an der Latte scheiterte, stand Lucas Will da, wo ein Stürmer stehen muss und schob zum 3:0 ein. Genau ein gefährlicher Versuch war indessen für die Blau-Gelben aus Luckenwalde zu notieren, Dennis Rothenstein verzog nach einer halben Stunde nur knapp. Danach wieder nur der hiesige FSV: Lucas Will an den Pfosten, Jonathan Muiomo aus vollem Lauf mit Klasseparade von Thoms - auch ein 5:0 zur Pause wäre nicht unverdient gewesen.

Kleiner Knick im Spiel

Im Gegensatz zum Mittwochspiel beim FSV Union Fürstenwalde (6:2) konnte Optik Niveau und Tempo beim dritten Spiel in sieben Tagen nicht durchgängig halten. Auf dem durchgeweichten Platz wurden zu viele Kurzpässe probiert. Zunächst spiegelte sich das nicht im Ergebnis wider. Im Gegenteil: Kurz nachdem Direnc Güven einen Volleykracher von Tim Göth bravourös parierte, erlief Lucas Will auf der anderen Seite einen zu kurzen Rückpass, umkurvte noch den Keeper und erzielte den vierten Treffer.

Anschlusstreffer für Luckenwalde nach Deckungsfehler

Danach kam zwanzig Minuten lang kein Schuss auf das Gästetor. „Das müssen wir besser verteidigen“, kommentierte Ingo Kahlisch das Gegentor von Dennis Rothenstein. Der stand nach einem Freistoß am zweiten Pfosten völlig blank und köpfte mühelos ein. Erst ganz am Ende gab es wieder Rathenower Offensivaktionen zu sehen. Die waren aber hochkarätig. Danilo Martschinkowski und Jonny Muiomo kamen nicht am besten Gästespieler, Torwart Andre Thoms, vorbei. Dazwischen rettete Aaron Bogdan für seinen schon geschlagenen Keeper auf der Linie.

Lob und Kritik vom Trainer

Am Ende gab es Lob und Kritik vom Optik-Trainer: „Die erste Halbzeit war in Ordnung, wenngleich die Chancenverwertung weiter ein Problem ist. In der zweiten Hälfte war mir das zu wenig. Insgesamt kann man nach den drei Spielen aber sagen, dass wir uns als Mannschaft gefunden und verbessert haben. Aber wie schon am Mittwoch - auch der Gegner testet, also die Ergebnisse nicht überbewerten!"