Die Dörfer feierten am Samstag ihre vor 575 Jahren erfolgte urkundliche Ersterwähnung. Auch am Gelingen des gemeinsamen Festes war Horst Schwenzer maßgeblich beteiligt. Er hat sich also sein Bildnis verdient.
Besonders ins Auge stach ein großes Fassadenbild an der Scheune neben dem Lilienthal-Centrum. Es zeigt in mehreren Fenstern verschiedene Epochen der Stöllner Dorfgeschichte. Gestaltet wurde das Bild von dem Premnitzer Fassadenkünstler Marco Brzozowski. Seine Objekte und Fassadenkunst kann man deutschlandweit bestaunen. Auf den einzelnen Bildern sind neben alten Stöllner Ansichten auch Persönlichkeiten zu sehen. Darunter der Vorsitzende des Otto-Lilienthal-Vereins. Wie der Künstler sagte: "Horst Schwenzer gehört einfach auf dieses Bild. Was er alles als Rathenower für Stölln geleistet hat, ist schon sehr beachtlich".
Eigentlich war es so vorher nicht abgesprochen. "Ich kam eines Morgens hier an, um mir das Wandbild anzusehen, und plötzlich sah ich mich selbst darauf. Eigentlich möchte ich gar nicht so im Mittelpunkt stehen, aber etwas stolz macht mich das schon", so der Abgebildete.
Für eine andere Überraschung hatte die Bürgermeisterin der Gemeinde Gollenberg, Iris Hoffmann, gesorgt. Sie übergab Schwenzer einen Scheck in Höhe von 200 Euro als Kostenbeteiligung am Wandbild. Aber längst nicht nur das Bild konnte sich sehen lassen.
Im Mittelpunkt des Festes stand ein kleiner Umzug, der durch die Geschichte der Gemeinden Stölln und Schönholz führte. Ob Flugpionier, Alter Fritz, Melkerbrigade der LPG oder sowjetische Besatzungsmacht - vieles wurde in den Schaubildern des Umzugs dargestellt. Zudem hatten die Veranstalter ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Kinder der Stöllner Kita "Otto Lilienthal", Linedancer des SV Rhinow/Großderschau, und die Showgruppe Ice Cream aus Parey/Elbe und andere standen auf der Bühne. Bei einer Tombola konnten die Gäste Preise gewinnen. Die Kinder freuten sich über die Fahrten mit der Feuerwehr, ließen sich schminken oder verausgabten sich auf einer Hüpfburg.